Animal Climate Action

20. März 2017
von Karpfen
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Wiesenhof-Schlachtfabrik in Niederlehme bei Berlin blockiert

Für knapp sechs Stunden konnten Aktivist*innen aus verschiedenen Gruppen und Zusammenhängen die Schlachtfabrik von Wiesenhof in Niederlehme (Königs Wusterhausen) blockieren.

Animal Climate Action - Wiesenhof Blockade

Den Ticker sowie Fotos und Videos findet ihr unter tierfabriken-widerstand.org

Es folgt die Pressemitteilung:

„Seit 9:00 Uhr blockieren rund 30 Aktivist*innen aus verschiedenen emanzipatorischen Bewegungen die Zufahrten zur Wiesenhof-Schlachtfabrik in Königs Wusterhausen / Niederlehme. Beide Werktore sind mit Betonfässern verstellt, an denen sich insgesamt vier Menschen festgekettet haben. Eine weitere Person befindet sich in ca. fünf Metern Höhe auf einem Metalldreibein über einem der Fässer. Einige Aktivist*innen sind auf LKWs geklettert. Zur gleichen Zeit haben sich an die 10 Personen zu einer Kundgebung versammelt. Weiterlesen →

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14. März 2017
von Lina Stark
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„Wir müssen mehr Gemüse essen“ – Gespräch mit Benjamin Bodirsky

Benjamin Bodirsky vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung stellt klar: „Darüber, dass eine Reduktion des Fleischkonsums sehr stark positive Umwelteffekte hätte, gibt es [unter dazu arbeitenden Wissenschaftler_innen] null Dissens.“

Für unseren Podcast #3 hat Friederike Schmitz mit Benjamin Bodirsky über die Umwelt- und Klimaauswirkungen der Landwirtschaft, über Stickstoff und Methan, Wegwerfprobleme und gute Ernährung gesprochen – und über beliebte Argumente der Tierindustrie, mit der die Tierproduktion verteidigt werden soll. Aber weder der Verweis auf das vermeintlich so wichtige Grünland noch die Behauptung, Futtermittel seien eigentlich nur Reststoffe, noch die Idee, Tierproduktion sei nötig zur Herstellung von Dünger, können die gegenwärtige Praxis rechtfertigen. Aber hört selbst!

 

Alle Podcasts findet ihr hier und auch im RSS-Feed zum Download und zum Abonnieren.

28. Februar 2017
von Karpfen
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Grenzenlose Solidarität statt G20!

Animal Climate Action - G20

Auch wir vom Netzwerk Animal Climate Action unterstützen den Aufruf zur Großdemonstration am 8.Juli anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg.

Wir freuen uns darüber, das neben vielen anderen wichtigen Themen, auch der Klimawandel eine gewichtige Rolle bei der Mobilisierung zu den Protesten einnimmt.

Aus dem Aufruf:

„Der menschengemachte Klimawandel ist eine unbestreitbare und bedrohliche Realität. Seine Auswirkungen sind schon heute spürbar und treffen vor allem diejenigen Menschen und Länder, die ihn am wenigsten verursacht haben. Dennoch passte die Bundesregierung ihren Klimaschutzplan den Interessen der Braunkohle-Industrie an. Im Weißen Haus sitzt mit Donald Trump sogar ein Präsident, der den Klimawandel für eine Lüge hält.“

Den kompletten Aufruf findet ihr auf der folgenden Homepage: g20-demo.de

Über weitere Aktionen und Ankündigungen könnt ihr euch auf folgender Homepage informieren: g20-hamburg.mobi

24. Februar 2017
von Karpfen
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Vortragsreihe: „Hinter dem Tellerrand“ in Hamburg

Animal Climate Action - Vortragsreihe: Hinter dem Tellerrand

Vom 14.März bis zum 28. Aprill organisiert die Gruppe Tierbefreiung Hamburg eine Vortragsreihe, zu kritischen Perspektiven auf die globale Agrarindustrie.

Mit der Veranstaltungsreihe „Hinter dem Tellerrand“ – wie in der ausführlichen Ankündigung geschildert – will die Gruppe dazu einladen sich den Fragen nach den politisch-öko nomischen Ursachen sowie der Verantwortung deutscher Agrarkonzerne für die gegenwärtigen Entwicklungen, zu widmen. „Nicht zuletzt sollen in den fünf Veranstaltungen kritische Stimmen und Perspektiven von Bewegungen zu Wort kommen, die sich für eine alternative, soziale und klimagerechte Landwirtschaft aussprechen.“

Animal Climate Action ist mit einem Vortrag zum Thema „Klimagerechtigkeit und Tierhaltung“ dabei.
Termin: Dienstag, 11. Aprill um 19 Uhr (Seminarraum, Gängeviertel)

Das ganze Programm der Vortragsreihe sowie die Ankündigung findet ihr hier: www.agrar-vortragsreihe.tk

22. Februar 2017
von Lina Stark
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Protestkundgebung gegen Futtermittelwerk

Futtermittelwerk FuerstenwaldeEin Futtermittelwerk in Fürstenwalde bei Berlin, das zahlreiche Tierfabriken u.a. mit importierten Futtermitteln versorgt, will seine Produktion erhöhen und insbesondere mehr Fischmehl verarbeiten. Im Vorfeld des Erörterungstermins des Genehmigungsantrags hat die Firma die Einsicht in die Genehmigungsakten verhindert. Das Bündnis Tierfabriken-Widerstand hat daher zu einer Protestkundgebung beim Erörterungstermin aufgerufen. Wir waren bei der Kundgebung und beim Erörterungstermin dabei.

Die Firma FGL Futtermittel-Getreide-Landhandel GmbH, die zur großen AGRAVIS Raiffeisen AG gehört, will in Zukunft über 400.000 Tonnen Mischfutter pro Jahr produzieren. Das bedeutet für das Werk in Fürstenwalde eine Steigerung um 65 Prozent. Insbesondere sollen zusätzliche Einrichtungen zur Annahme und Lagerung von Fischmehl gebaut werden. Fischmehl wird vor allem in der Hühner- und Schweinemast eingesetzt, die derzeit in Brandenburg wächst, obwohl sich kürzlich ein Volksbegehren gegen Massentierhaltung ausgesprochen hat. Weiterlesen →

14. Februar 2017
von Karpfen
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Solidarische Grüße nach Graz

Animal Climate Action - System Change Not River Change

Seit 2009 bereits kämpfen unterschiedliche Menschen gegen das geplante Wasserkraftwerk in der Mur in Graz. Vor 5 Tagen wurde mit den Rodungen von über 16.000 Bäumen, die dem Kraftwerk weichen müssen, begonnen. Mit den Rodungen, die von der Bürgerinitiative „Rettet die Mur“ als illegal bewertet werden, hat auch der Widerstand ein neues Ausmaß erreicht. Demonstrationen am Bauzaun, Besetzungen von Bäumen und Baggern sowie die Errichtung eines Protestcamps auf einem Gebiet, was noch diesen Winter abgeholzt werden soll, um nur einige der Aktionen zu nennen. Bei den Räumungen und dem Versuch, das Bauvorhaben so schnell wie möglich durchzusetzen, kam es zu gewalttätigen Übergriffen von Seiten der Securities und Polizist*innen. Die Aktivist*innen ließen sich von der Repression nicht einschüchtern und bauten das Camp, nachdem es am Freitag geräumt wurde, am Samstag wieder auf. Bis zu diesem Zeitpunkt kam es zu keinem erneuten Räumungsversuch.

Das geplante Kraftwerk würde nur sehr wenig Energie produzieren und kostet vergleichsweise viel. Daher wird das 100 Millionen Euro teure Kraftwerk von dem Bündnis „System Change Not Climate Change“ als Symbol einer undemokratischen Green Economy bezeichnet. Ein teures Prestigeobjekt auf Kosten von Menschen, Tieren und der Natur. (Mehr zur Kritik von „System Change Not Climate Change“ findet ihr hier)

Wir wünschen den Aktivist*innen, die sich dieser kalten Tage gegen den Bau des Kraftwerks engagieren, alles Gute und viel Erfolg.

System Change Not River Change!

Mehr Infos zur Bürgerinitiative „rettet die Mur“ findet ihr hier:
rettetdiemur.at/

Mehr zur Besetzung findet ihr hier:
www.murcamp.at/blog/

7. Januar 2017
von Tina Tusch
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Vortragsreihe „Landwirtschaft – Krisenwirtschaft?“ in Berlin

landwirtschaft-krisenwirtschaftVom 9. bis 25. Januar organisieren drei Berliner Gruppen aus der Umwelt- und Tierbefreiungsszene eine Vortragsreihe, die problematische Aspekte der gegenwärtigen Landwirtschaft aufzeigt und Alternativen beleuchtet. Die Vortragsreihe setzt damit der zeitgleich jährlich stattfindenden Internationalen Grünen Woche – einer Werbe- und Propagandaveranstaltung der Agrarindustrie – etwas entgegen, heißt es in der Ankündigung von Grüne Woche demaskieren, Animal Uni und dem Umweltreferat des AStA der TU Berlin.

Animal Climate Action ist mit einem Vortrag zum Thema „Tierproduktion und Klimagerechtigkeit“ dabei.
Termin: 11.02.2016, 18 Uhr, Raum H 0110, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin.

Das ganze Programm der Vortragsreihe findet ihr hier: http://gruene-woche-demaskieren.de/termine/landwirtschaft-krisenwirtschaft/.

 

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29. Dezember 2016
von Siyah Yeşil
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Bierdeckelrechnung

Schäden in Höhe einer halben Million Euro Kosten verursacht der Klimawandel bei den deutschen Landwirten, hat der Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgefunden. Das Problem besteht allerdings nicht im Klimawandel an sich, sondern in der Tatsache, dass sich bislang zu wenige deutsche Agrarbetriebe gegen klimabedingte Schäden versichert hätten. Und das wiederum läge an den hohen Steuern (19 %) auf derartige Versicherungen, welche auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft beeinträchtigten. All das berichtete agrar-heute am 9.12.16.

Man müsste lachen, wenn man nicht weinen müsste, wie es so schön heißt.

Fragen wir lieber mal, was die deutsche Landwirtschaft an Schäden anderswo in der Welt anrichtet. Eine Bierdeckel-Rechnung reicht dazu aus. Zunächst verursacht der Klimawandel geschätzt 400.000 Todesopfer im Jahr. Diese
Kosten können nicht in Geld ausgedrückt werden. Hinzu kommen geschätzt finanzielle Kosten in Höhe von 1,5 % der globalen Wirtschaftsleistung (eigentlich 1.6 %). Letztere setzen wir mit 70 Billionen Dollar an (eigentlich 73,99 Billionen). Deutschland machen wir für 2 % der globalen Emissionen verantwortlich (eigentlich sind es 2,4%). Der Landwirtschaft schlagen wir davon 10 % zu (in Wirklichkeit sind es mehr als 13 %.) Zusammengerechnet verursacht die deutsche Landwirtschaft pi mal Daumen jährlich:

10% von 2% von 1,5% von 70 Billionen Dollar = 2,1 Millarden Dollar ~ 2 Milliarden Euro an Schaden.

Die Rechnung ist in der Größenordnung richtig und dennoch irreführend: es ist nicht die Landwirtschaft an sich, sondern im wesentlichen die Tierproduktion, die diese Schäden verursacht. Diese machen wir für 70% der Kosten verantwortlich (wahrscheinlich sind es mehr). Dann sind wir bei fast 1,5 Milliarden Euro Klimaschäden jährlich, neben den über 800 toten Menschen, welche die deutsche Tierproduktion auf dem Gewissen hat, allein aufgrund der Treibhausgasemissionen.

Hinzu kommen nicht nur weitere aktuelle Umweltschäden und zukünftige Klimaschäden, die durch die aktuellen Emissionen verursacht werden, sondern auch millionenfaches Leid nichtmenschlicher Tiere in den Zucht-, Mast- und Schlachtanlagen der Tierproduktion.

 

20. Dezember 2016
von Karpfen
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Radiobeitrag im Anarchistischen Radio Wien: Tierbefreiung und Klimabewegung: “Wir haben sehr ähnliche Gegner_innen”

Am rande des Klimacamps in Österreich, was im Oktober diesen Jahres stattfand, wurde der Aktivist Karl interviewt. Er sprach u.a. über das Netzwerk Animal Climate Action, über die Notwendigkeit der gegenseitigen Solidarität sozialer Bewegungen und die Situation der Tireproduktion in Deutschland.

Am 11. Dezember wurde das Interview in einer Radiosendung der Basisgruppe Tierrechte im Anarchistischen Radio Wien ausgestrahlt.

Hier könnt ihr es nachören und downloaden:

http://www.a-radio.net/2016/2963

Ein Archiv der Radiosendungen der Basisgruppe Tierrechte findet ihr hier

Wir danken den Aktivist*innen der Basisgruppe Tierrechte für das Interview und den Radiobeitrag.