Animal Climate Action

7. April 2018
von Krabbe
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Climate & Justice Games 13.-17. November 2018

Aktionstage in Hannover während der EuroTier

Kernzeitraum mit Schlafplätzen, Küfa, EA, etc. ab 15.11.

Alle Infos findet ihr hier: https://climate-and-justice.games

Nach Paris, Amsterdam, Basel und Wien finden Klimaspiele nun erstmals auch in Hannover statt. Um deutlich zu machen, dass die Ausbeutung von Tieren, Menschen und der Natur nicht losgelöst voneinander zu betrachten ist, und um die gemeinsamen Kämpfe von vielen linken und sozialen Bewegungen zu stärken, wollen wir Klima und Gerechtigkeit gleichermaßen in den Fokus rücken. Anlass ist die EuroTier-Messe – die weltweit größte Fachmesse für Tierhaltung, die im Zweijahresrhythmus in Hannover stattfindet. Aber die Climate & Justice Games werden die Möglichkeit bieten, auch weitere Orte und Akteure, die für den Klimawandel, Soziale Ungerechtigkeit und Tierausbeutung stehen, aufzuzeigen und zu stören. Wir laden Aktivist_innen aus unterschiedlichen Teilbereichen ein, sich mit Kleingruppenaktionen an den Climate & Justice Games zu beteiligen: kreativ, widerständig und intersektionell, zu selbst gesetzten politischen Schwerpunkten.

 

12. Dezember 2018
von Sperling
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By 2020 We Rise Up: Start der europaweiten Kampagne

Die europaweite Kampagne By 2020 We Rise Up ist am 08. Dezember gestartet. Sie hat zum Ziel, im Jahr 2020 einen kollektiven Massenaufstand für Klimagerechtigkeit und Systemwandel zu organisieren. Wir von Animal Climate Action unterstützen die Kampagne!

Infos zum Kampagnenstart:

Am 8. Dezember haben Aktivist*innen auf der ganzen Welt den Klima-Alarm ertönen lassen. Wir haben dieses Datum gewählt, um einen massenhaften Aufstand für Klimagerechtigkeit zu starten.

Während Extremwetterereignissen weltweit Verwüstungen anrichten und Politiker*innen und Konzerne auf der COP 24 in Katowice mit dem „busisness as usual“ weitermachen, haben wir keine Zeit zu verlieren. Es ist an uns, die Klimakrise zu lösen.

Das Jahr 2019 hindurch werden wir eine zunehmende Zahl von Menschen mobilisieren, die mit ihren Körpern die Maschinerie blockieren, die die Zerstörung verursacht. Wir werden unseren Protest an die Orte tragen, an denen Klimawandel gemacht wird; wir machen Aktionen gegen fossile Infrastruktur, gegen Unternehmen, gegen politische sowie finanzielle Institutionen, die die Ursache der Krise sind. Zusammen werden wir den radikalen Wandel einleiten, den unsere Gesellschaft braucht, um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten.

Beim Treffen des Climate Justice Action (CJA) Netzwerks in Ostrava, Tschechien (17.-19. November 2018) haben Gruppen aus ganz Europa beschlossen, ihre Kämpfe zu verbinden – gegen Gaspipelines, Kohleminen, Agrarindustrien, Flughafenausbau und soziale Ungerechtigkeiten.

Ab dem 8. Dezember werden wir uns gemeinsam erheben. Wir werden über das Jahr 2019 hinweg Anlauf nehmen, um im Jahr 2020 einen kollektiven Massenaufstand für Klimagerechtigkeit und Systemwandel zu organisieren.

#WeRise2020

Aufruf von By2020WeRiseUp

9. Dezember 2018
von schnabeltier
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Video zu den Climate & Justice Games

Endlich steht das Abschluss-Video bereit – mit Aufnahmen und Fotos von den vielfältigen Protesten und Aktionen, die während der Climate & Justice Games stattfanden.

Ihr könnt es hier angucken.

Die Berichterstattung zu den Games könnt ihr immer noch auf dem Blog nachlesen: https://climate-and-justice.games/

Außerdem möchten wir uns bei allen Unterstützer*innen und Aktivist*innen bedanken, die uns geholfen haben, diese intensive Woche zu rocken!

17. November 2018
von Sperling
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Gemeinsamer Kampf für Klimagerechtigkeit

Unsere Grußbotschaft zum Treffen des Netzwerks Climate Justice Action, das parallel zu unseren Climate & Justice Games in Tschechien stattfindet:

Today our solidarity goes out to the Climate Justice Action meeting in Ostrava, Czech Republic. If we weren’t organizing and participating in the Climate & Justice Games we would definitively be there too.

The Climate & Justice Games are an event for decentral actions protesting climate change and injustice. The occasion is the EuroTier – one of the biggest animal farming fairs in the world. This week we are aiming to remind everybody that animal production is one of the major factors for climate change and that both animal production and climate change are a bottomless cause for destruction and harm.

In the future we will carry on connecting the struggle for climate justice with the struggle against animal prduction. We are looking forward to engaging in the Turning the Tide campaign and are excited for the output of this week’s CJA-meeting.

We hope to see you soon: In climate camps, federal meetings, during protest or at the next Climate & Justice Games!

Standing united for grassroot climate movements all over the word!

Call for action: https://climate-and-justice.games/pages/infos-in-english/call-for-action/

17. November 2018
von Karpfen
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Vierter Aktionstag der Climate & Justice Games in Hannover: Blockade eines Messeeingangs, Kleister, Kreide und viele Aktionen in der Innenstadt

Der Freitag markierte den bisherigen Höhepunkt der Climate & Justice Games in Hannover

Eine Reihe von Aktionen fand über den Tag verteilt in der Innenstadt Hannover wie auch am Gelände der EuroTier-Messe statt.
Der Aktionstag begann mit einer Blockade-Aktion: 30 Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen blockierten mit einer Sitzblockade den nördlichen Eingang der EuroTier. Auf einem großen Banner war zu lesen: „Capitalism kills people, animals and our planet“.
Bericht und Bilder: https://climate-and-justice.games/blockadeaktion-vor-dem-messeeingang-nord/

Kurz danach fand eine weitere Protest-Aktion vor der EuroTier statt: Aktivist*innen von der Kampagne “Free the Soil” gaben, als YARA-Kunstdüngersäcke verkleidet, blaue Pillen aus, die den Klimawandel vergessen lassen sollten. Die Botschaft war klar: entweder wir glauben weiterhin an die Lügen und lassen die Agrarindustrie ihre “business-as-usual”-Strategie weiterführen, oder wir kämpfen gemeinsam, um YARA und die Kunstdüngerindustrie für Klimagerechtigkeit zu zerschlagen!
Bericht und Bilder: https://climate-and-justice.games/kampagne-free-the-soil-protestaktion-gegen-yara-an-der-eurotier-messe-de/

Unter dem Motto “Kleistern gegen Tierausbeutung und Klimawandel” demonstrierte eine weitere Gruppe von Aktivist*innen ihren Protest sichtbar für Besucher*innen mit Farbe und Plakaten auf den Wegen zur EuroTier!
Bericht und Bilder: https://climate-and-justice.games/kleistern-gegen-tierausbeutung-und-klimawandel/

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Am Mittag installierten Aktivist*innen um die Tierbefreier Bochum einen fiktiven Tatort in der Innenstadt Hannover, um auf die verantwortungslosen Praktiken in der Tierproduktion aufmerksam zu machen.

Über den Nachmittag hinweg fand in der Innenstadt eine Reihe von Aktionen für globale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Tierrechte statt.

Zunächst protestierten ca. 30 Aktivist*innen, eine*r davon als Kuh verkleidet, vor dem niedersächsischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft für einen Systemwechsel in der Landwirtschaftspolitik. Nach der Aktion kam es zu einem Zwischenfall mit der Polizei, die von Mitarbeiter*innen des Ministeriums gerufen wurde unter der Behauptung, dass es zu Sachbeschädigungen gekommen sei. Dabei hatte es die Polizei offensichtlich auf die Kuh abgesehen – Zitat von einer Polizist*in: “Alle, die hier sind, bleiben hier – insbesondere die Kuh!”. Der Vorwurf: die Kuh habe mit ihrem Euter Farbschmierereien verursacht. Nachdem die Polizist*innen einsehen mussten, dass das Malen mit Kreide den Tatbestand der Sachbeschädigung nicht erfüllt, ließen sie die Aktivist*innen weiterziehen.
Bericht und Bilder: https://climate-and-justice.games/aktivistinnen-protestieren-in-hannover-kreativ-f%C3%BCr-globale-gerechtigkeit-klimaschutz-und-tierrechte/

Im Anschluss daran führten die Aktivist*innen eine symbolische Schließung einer Primark-Filiale durch, um gegen die Ausbeutung und Umweltzerstörung durch die „fast-fashion“-Industrie zu protestieren.
Bericht und Bilder: https://climate-and-justice.games/der-wahre-preis-der-mode/

Außerdem stellten Aktivist*innen fest, dass bei Primark Ware massenweise falsch ausgezeichnet worden war. Weder die extremen Ausbeutungsverhältnisse in den Herstellerländern noch die Umweltkosten waren auf den Preisetiketten richtig angegeben. Kurz entschlossen halfen sie deshalb dem Personal bei der Korrektur dieses Fehlers. Wie sie das taten, könnt ihr diesem Video entnehmen: https://climate-and-justice.games/static/media/uploads/Primark.mp4

Zum Abschluss forderten Aktivist*innen mit Staubmasken ausgestattet am Niedersächsischen Verkehrsministerium eine Verkehrswende: Abkehr vom Flug- und Individualverkehr, und Stärkung des öffentlichen und des Radverkehrs sowie die kostenlose Nutzung des ÖPNV.

Neben den ganzen Aktionen fanden umfassende anlasslose Polizeikontrollen statt. Personalienkontrollen wurden durchgeführt, bei Nicht-Kooperation wurden Durchsuchung, Ingewahrsamnahmen und ED-Behandlungen angedroht. Zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen, eine davon erhielt von der Polizei eine miserable gewaltvolle Behandlung auf der Polizeiwache. Am Abend des Tages waren alle Personen freigelassen.
Einen Bericht findet ihr hier: https://climate-and-justice.games/bericht-von-gewahrsam-und-miserabler-gewaltvoller-behandlung-auf-polizeiwache/

15. November 2018
von Sperling
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Dritter Aktionstag der Climate & Justice Games in Hannover: Crime Scenes vor dem niedersächsische Landwirtschaftsministerium und Aktion bei McDonald’s

Am Donnerstagmorgen, dem dritten Aktionstag der Climate & Justice Games, hatten Aktivist*innen in den frühen Morgenstunden “Tatortmarkierungen” mit den weißen Umrissen eines Huhnes, eines Schlachterbeils und Kunstblut vor dem Landvolk Niedersachsen hinterlassen. Ähnliche “Crime Scenes” wurden auch an anderen Orten, darunter dem Landwirtschaftsministerium und dem Futtermittel- und Agrarkonzern AGRAVIS, gesichtet. Nachmittags zeigten Aktivist*innen von ARIWA Filme aus Schlachtfabriken vor einer McDonald’s-Filiale in der Innenstadt Hannovers.


“Es ist inzwischen nicht mehr zu leugnen, dass sowohl Klima- als auch Tierschutz – geschweige denn Klimagerechtigkeit und Tierbefreiung – von oben nicht funktioniert; das derzeitige System nützt wenigen und schadet allen, und immer mehr Menschen wird daher klar, dass ernstgemeinter Klimaschutz und gesellschaftliche Tierbefreiung darin bestehen muss, die Systemfrage zu stellen”, sagt Toni Kunner, die in Hannover in lokalen Initiativen aktiv ist.

Die Aktionstage dauern bis Samstag an. Die Organisator*innen gehen davon aus, dass die Games weiter an Fahrt aufnehmen werden. Durch die Verbindung verschiedener sozialer Bewegungen, allen voran der Klimagerechtigkeits- sowie der Tierrechtsbewegung, zeigt sich ein breiter Protest gegen ein ungerechtes und destruktives System, in welchem Leben und Freiheit von Menschen und anderen Tieren Profit-und Machtinteressen der Herrschenden untergeordnet werden.

15. November 2018
von Karpfen
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Zweiter Aktionstag der Climate & Justice Games in Hannover mit Adbusting und Reihe von Aktionen auf dem Messegelände

Der Mittwoch als zweiter Aktionstag der Climate & Justice Games begann mit einer Adbusting-Aktion in der Innenstadt von Hannover. Im Rahmen einer kreativen Werbeaktion in den frühen Morgenstunde tauschten Aktivist*innen fünfundzwanzig Werbe-Plakate in Schaukästen aus, um auf Gewalt, der Tiere in der Landwirtschaft ausgesetzt sind, aufmerksam zu machen. Das Motiv „Schnipp, schnapp, Hoden ab!“ sollte dabei die unerträgliche Leichtigkeit konterkarieren, mit der die Landwirtschaft eine Verlängerung der Fristen zum betäubungslosen Kastrieren fordert.

Pressemitteilung:
https://climate-and-justice.games/pages/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-zur-adbusting-aktion-am-14112018/

AniCA trug am Nachmittag ihren Protest zu verschiedenen Profiteuren der Tierproduktion auf dem Gelände der EuroTier. Sie protestierten gegen die Ausbeutung von Menschen, Tieren und Natur und forderten Klimaschutz und einen Systemwechsel in der Landwirtschaft, der dafür erforderlich sei. Zunächst brachten die Aktivist*innen auf einem Balkon in Halle 13 “Melk- und Kühltechnik” ein Transparent mit der Aufschrift „Tierproduktion heißt Klimawandel, Verschwendung, Ausbeutung“. Anschließend zogen sie weiter in die nächste Halle und störten dort eine Rede der Veranstalter*innen der Messe – der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft – auf dem DLG-Forum “Schwein”. Zu guter Letzt führten sie in Halle 16 (“Schwein”) eine spontane Demonstration an verschiedenen zentralen Akteuren der Tierproduktion vorbei durch, unter anderem die DLG, AgrarHeute und Tönnies. Damit wollten die Aktivist*innen ihre Kritik und Forderungen direkt an die Profiteure der Ausbeutung herantragen.

Pressemitteilung:
https://climate-and-justice.games/pages/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-von-anica-zur-aktion-auf-der-eurotier-am-14112018/

Um 17.00 Uhr machten Aktivist*innen von Animal Rights Watch (ARIWA) in Form einer Kundgebung in der Innenstadt Hannovers auf das Leid der Tiere, die für die Pelz und Lederindustrie ermordet werden, aufmerksam. Mit einer Rede wurden die Hintergründe der Produktion aufgezeigt und für die Befreiung der Tiere Position bezogen. Mittels Schildern und der Verteilung von Handzetteln gingen die Aktivist*innen außerdem direkt auf Passant*innen zu und suchten das Gespräch. Interessierte konnten darüber hinaus im ARIWA-Mobil Recherche-Materialien ansehen.

Aktions-Ticker und mehr Infos zu den Games:
https://climate-and-justice.games

14. November 2018
von Sperling
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AniCA-Aktion auf der EuroTier-Messe

Heute haben wir auf der EuroTier-Messe für Klimaschutz und gegen die Ausbeutung von Menschen, Tieren und Natur protestiert. Die Aktion fand im Rahmen der Climate & Justice Games statt, die von uns mitorganisiert wird. Wie keine andere Wirtschaftsbranche steht die Tierproduktion für extreme Tierausbeutung. Sie ist Ursache für Klimawandel, Landraub, Billigexporte, Niedriglohnarbeit, Artensterben und die Verletzung weiterer planetarer Grenzen. Für einen wirksamen Klimaschutz muss es auch einen Systemwechsel in der Landwirtschaft geben. Mit einem Bannerdrop und mehreren Protesten haben wir unsere Kritik und unsere Forderungen direkt zu den Profiteuren der Ausbeutung getragen.

Weitere Infos zu den Games: https://www.climate-and-justice.games

Kontakt zum Presseteam der Climate & Justice Games:

Telefon: 015213279611
E-Mail presse@climate-and-justice.games
PGP: https://pgp.key-server.io/pks/lookup?op=get&fingerprint=on&search=0xA0D2DFDAEFAF682F

14. November 2018
von Sperling
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Climate & Justice Games: Rückblick zum ersten Aktionstag – Dienstag, 13. November 2018

Bereits einen Tag vor Beginn der EuroTier 2018 und damit auch der Climate & Justice Games führten die Umweltorganisationen ROBIN WOOD und Mighty Earth am Montag Vormittag eine Aktion am Futtermittel-Silo der Firma Rothkötter im Eurohafen Haren im Emsland durch. Sie entrollten ein eindrucksvolles Banner mit der Aufschrift “Tropenwald nicht verfüttern”, das über drei Silos spannte. “ROBIN WOOD und Mighty Earth haben recherchiert: anhand von Satellitenbildern, Schiffs- und Navigationsdaten sowie Undercover-Interviews mit Hafenmitarbeiter*innen können die Umweltschützer*innen Schiffsbewegungen zwischen den Futtermittel-Silos der Agrarfirmen Bunge und Cargill in Amsterdam und dem Silo von Rothkötter in Haren nachweisen. Das Brisante: Bunge und Cargill wurden im Mai 2018 von der brasilianischen Umweltbehörde im Zusammenhang mit illegalen Entwaldungen für den Sojaanbau mit hohen Strafzahlungen belegt.” wird in der Pressemitteilung erläutert. Den Recherche-Bericht “Raubbau für Geflügelfleisch” ist hier zu finden: https://www.robinwood.de/sites/default/files/Rothko%CC%88tter_Report-Digital.pdf

In der Nacht auf den Dienstag begann das Team “Die Eulen” damit, den Spielplan der Climate & Justice Games farblich zu gestalten. Das Jobcenter, die Ausländerbehörde, das Landvolk Niedersachsen und E.ON wurden markiert.

Am Dienstag Vormittag besetzen etwa 20 Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen von der Kampagne gegen Tierfabriken die Zufahrt eines der 12 deutschen Standorte des Agrarunternehmens Cargill bei Salzgitter. Die Aktion stand ebenfalls im Kontext der Studie von ROBIN WOOD und Mighty Earth. Angeprangert wurden Tropenwaldrodungen für den Futtermittelanbau in Lateinamerika, woran der Konzern maßgeblich beteiligt ist und unter anderem der Belieferung des deutschen Hühnerfleischkonzern Rothkötter dient. Hier ist die Pressemitteilung zu finden: https://climate-and-justice.games/pages/aktuell/ticker-cargill-aktion/

Im Laufe des Dienstag Nachmittags führte Animal Rights Watch (ARIWA) zwei Aktionen in Hannover durch: die Aktion „Landwirtschaft erLEIDEN“ begleitete die Eröffnung der EuroTier direkt am Gelände der Messe Hannover. Im Rahmen der Aktion hielten die Aktivist*innen Redebeiträge und suchten mit Aktionsschildern und Tierkostümen das Gespräch mit Messebesucher*innen. Außerdem wurden im ARIWA-Infomobil Recherche-Material aus Tierproduktionsstätte gezeigt.

Anschließend fand auf dem Ernst-August-Platz in der Innenstadt Hannovers eine Medienaktion statt. Dort zeigten die Aktivist*innen den Pasant*innen Recherche-Videos und verteilen Flyer.

Weitere Infos zu den Climate & Justice Games:

Zum Anlass der EuroTier-Messe, der weltweit größten Fachmesse für Tierhaltung, finden in diesem Jahr erstmals auch Klimaspiele in Hannover statt. Um deutlich zu machen, dass die Ausbeutung von Tieren, Menschen und der Natur nicht losgelöst voneinander zu betrachten ist, und um die gemeinsamen Kämpfe von vielen linken und sozialen Bewegungen zu stärken, stehen Klima und Gerechtigkeit gleichermaßen im Fokus. Die Climate & Justice Games bieten die Möglichkeit, auch über die EuroTier hinaus weitere Orte und Akteure, die für den Klimawandel, Soziale Ungerechtigkeit und Tierausbeutung stehen, aufzuzeigen und zu stören.

Internetseite der Climate & Justice Games: https://climate-and-justice.games

9. November 2018
von Karpfen
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Demo “Schluss mit der EuroTier – Gerechtigkeit jetzt und hier!”

Wann:

  • Samstag, 17 November 2018, 13:00 Uhr
  • am letzten Aktionstag der Climate & Justice Games

Wo:

  • Start Ernst-August-Platz, 30159 Hannover
  • Abschluss UJZ Korn, Abschlussveranstaltung und Party der Games

 

 

Hier der Aufruf:

Alle zwei Jahre kommt die EuroTier-Messe nach Hannover, so auch wieder in diesem Jahr. Und genau wie im November 2016 wird die Präsens dieser Messe auch in diesem Jahr nicht wortlos hingenommen.

+ + + Was ist die EuroTier-Messe?

Die internationale Tierhaltungsmesse EuroTier ist eine der weltweit größten Drehscheiben der Tierausbeutungsindustrie. Vom 13. bis 16. November kommen über 2.500 Aussteller*innen aus über 60 Ländern und über 150.000 Besucher*innen aus unterschiedlichen Branchen rund um die Tierhaltung auf dem hannoverschen Messegelände zusammen.

+ + + Warum sind wir gegen die EuroTier-Messe?

1. Tierausbeutung

Die Messe gibt vor, als Leitmesse für Tierhaltungsprofis einen „umfassenden Überblick über die Innovationen bei Technik, Dienstleistungen und Genetik rund um die moderne Tierhaltung“ zu geben. Dabei geht es insbesondere um die Haltung von Rindern, Schweinen und Geflügel, weiterhin aber auch um die Haltung von Schafen, Ziegen und Pensionspferden.

Doch was bedeutet moderne Tierhaltung eigentlich?

99% des in Deutschland gegessenen Fleisches stammt aus Massentierhaltung. Die Tiere verwahrlosen in einer dunklen, reizlosen und engen Umgebung, Jungtiere und Eltern werden voneinander getrennt, ihre Körper werden verstümmelt und Krankheiten sowie schwere Leiden werden in Kauf genommen. Allein in Deutschland sterben pro Jahr etwa 50 Millionen Tiere bereits während der Aufzucht, Haltung und Mast. Weitere 4 Millionen Tiere kommen während der Transporte zum Schlachthof ums Leben. Kannibalismus, bewegungslos eingesperrte Tiermütter, künstliche Besamungen, Beschäftigungslosigkeit und ein Leben in drangvoller Enge, Dreck und den eigenen Exkrementen sind die wahren Umstände dieser „modernen Tierhaltung”.

2. Klimawandel und Umweltzerstörung

Darüber hinaus ist die Tierindustrie einer der Hauptreiber des Klimawandels. Unzählige Waldflächen werden für den Futtermittelanbau sowie für Tierhaltungsflächen gerodet. Die globale Tierproduktion wird je nach Studie bis über 25 Prozent des Treibhausgasausstoßes verantwortlich gemacht. Hervorzuheben sind dabei der immense CO2 -freisetzende Landverbrauch insbesondere für die Futtermittelproduktion sowie die klimaschädlichen Verdauungsgase vor allem der Rinder. Weiterhin verbraucht die Herstellung von Tierprodukten deutlich mehr Wasser und fossile Brennstoffe als die Erzeugung pflanzlicher Nahrungsmittel.

3. Verletzung der Menschenrechte

Über die Missachtung von Tierrechten und Umweltschutz hinaus werden auch die Rechte von unzähligen Menschen immer wieder durch die Tierleidindustrie verletzt. Im globalen Süden sind noch verbliebene indigene Kulturen existenziell von brutalem Landraub und Vertreibung zu Gunsten der Futtermittelindustrie betroffen. Hierzulande stehen Schlachtkonzerne wegen schwerer Verstöße gegen das Arbeitsrecht durch Lohndumping bis hin zu Menschenhandel in der Kritik. Der Neubau von Tieranlagen und Schlachthöfen wird häufig rücksichtslos gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung durchgesetzt.

+ + + Was fordern wir?

Zusammengefasst repräsentiert die EuroTier-Messe jegliche Form der Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt. Damit muss endlich Schluss sein. Deshalb rufen wir am Samstag, den 17. November zu einer großen Demonstration gegen die EuroTier-Messe auf. Wir fordern eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft, welche die Tiere als gleichwertige Lebewesen ansieht und die Rechte aller menschlichen und nichtmenschlichen Tiere gleichermaßen wertschätzt und respektiert. Die Zukunft der Landwirtschaft ist solidarisch, ökologisch und vegan.