Animal Climate Action

11. September 2019
von Möwe
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Aktionstag #Freitag13: Schwarzer Freitag für Tönnies

Am Freitag den 13.09. findet ein Aktionstag gegen den Schweineschlachtkonzern Tönnies statt. aktion./.arbeitsunrecht ruft Gewerkschafter*innen, Bürgerrechtler*innen, Tier- und Umwelt-Aktivist*innen auf, Aktionen gegen Tönnies durchzuführen. Das Motto: “Horror-Jobs & Werkverträge. Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt!”

 

In Berlin ist AniCA mit am Start. Beginn der Demo ist um 16 Uhr an der Gedächtniskirche. Von da aus führt eine Tour durch verschiedene Discounter und Supermärkte.

 

Hier eine Übersicht der an weiteren Orten stattfindenden Aktionen:

 

Weitere Infos:

3. September 2019
von Möwe
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FreeTheSoil: Landwirtschafts- und Klimagerechtigkeitscamp sowie Massenaktion zivilen Ungehorsams

In wenigen Wochen startet das Landwirtschafts- und Klimagerechtigkeitscamp in Brunsbüttel bei Hamburg. AniCA ist dabei und unterstützt FreeTheSoil (siehe Solidaritätsaufruf).

 

Vom 19. bis zum 21. September wird es ein vielfältiges Programm mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen geben. An den Tagen danach findet eine Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den Kunstdünger Konzern YARA statt. Mehr Infos zur Anreise findet ihr hier: https://freethesoil.org/camp-2/camport-und-anreise/

 

Und hier das Camp-Programm:

19. September – Donnerstag – 15.00 Uhr
Naturzerstörung, Kapitalismen und (Post)wachstumsperspektiven. Ursachen von Krisen und Auswege in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

19. September – Donnerstag – 15.00 Uhr
Die Chemie der Düngemittelproduktion

19. September – Donnerstag – 19.30 Uhr
Diskussion: Schritte hin zu einer klimagerechten Agrarwende

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Düngemittel: Bodendegradation in Zentralafrika

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
YARA, Greenwashing und bäuerlicher Widerstand in Afrika südlich der Sahara

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Kleinbäuerliche Landwirtschaft vs. organisierte, geplante, gemeinschaftliche Landwirtschaft

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Tierproduktion und Klimawandel, Massenaktion gegen Tierproduktion 2020

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Soziale Ökologie und demokratischer Konföderalismus

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Anastasia – Neue rechte Siedler*innen auf dem Land

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Eine indigene Perspektive auf die Klimakrise und europäische Klimagerechtigkeitsbewegung

20. September – Freitag – 19.30 Uhr
Diskussion: Was ist eine klimagerechte Landwirtschaft

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Moore – unbekannte Klimaschützer: Wie die Landwirtschaft auf Mooren klimafreundlicher werden kann

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Landwirtschaft und Tierbefreiung – Ethische Aspekte und das Mensch-Tier-Verhältnis

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Zur Notwendigkeit einer antirassistischen Praxis in der Klimagerechtigkeitsbewegung

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Nichtkommerzielle Landwirtschaft auf dem Karla*hof

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Widerstand gegen industrielle Fleischproduktion: was tun?

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Unternehmenskonzentration und -macht: Wie Konzerne unsere Lebensmittelsysteme gestalten

Die ausführlichen Veranstaltungsbeschreibungen findet ihr hier: https://freethesoil.org/de/program-2-2/

24. Juli 2019
von Möwe
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Bericht von der Aktionskonferenz gegen Tierproduktion

Vom 12. bis 14. Juli 2019 fand in Hannover die Aktionskonferenz gegen Tierproduktion statt. Wir, Animal Climate Action (AniCA), wollten damit an die von uns mitorganisierten Climate & Justice Games zur EuroTier in Hannover anknüpfen und gemeinsam mit anderen Aktivist*innen intersektionelle und antikapitalistische Kämpfe gegen die Tierindustrie fortsetzen.

Dieser Text soll als erster, knapper Bericht dienen. Nach einer Reflexionsphase werden wir eine ausführlichere Auswertung der Aktionskonferenz veröffentlichen.

Hintergrund

In den letzten Jahren formierte sich ein breiter Widerstand gegen die Tierindustrie, getragen von vielen Akteur*innen. Mit der Aktionskonferenz wollten wir mit den verschiedenen Akteur*innen gemeinsame Aktionsformen entwickeln, mit denen wir die Tierindustrie noch empfindlicher treffen können. Unser selbsterklärtes Ziel der Aktionskonferenz war es, eine große Mobilisierung für politische Aktionen gegen die Tierindustrie im nächsten Jahr – 2020 – anzustoßen.

Teilnahme

Mehr als 100 Teilnehmende sind unserer Einladung gefolgt – was unsere Erwartungen diesbezüglich definitiv übertroffen hat! Unserem Aufruf folgten Aktivist*innen verschiedener Bewegungen: unter anderen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Bewegung für Ernährungssouveränität und der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung.

Ablauf

Die Konferenz begann am Freitagnachmittag und dauerte bis Sonntagmittag an. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen erfolgte der inhaltliche Einstieg mit einer Vorstellung der verschiedenen Aktionsideen, die vorab von Teilnehmenden eingereicht wurden. Daran anschließend fanden Kleingruppen- und Plenumsdiskussionen statt, wurden Stimmungsbilder eingeholt und so der mögliche Aktionsrahmen immer weiter konkretisiert.

Ergebnis

Erhofft hatten wir uns die gemeinsame Festlegung des groben Aktionsrahmens für Samstagabend, um am Sonntag noch Zeit zur Besprechung der nächsten Schritte zu haben. Aufgrund der breiten Zustimmung für die verschiedenen Aktionsideen – wiederholt sprachen sich Aktivist*innen dafür aus, dass alle Ideen verfolgt werden müssten – ging die Entscheidungsfindung bis in den Sonntag hinein. Schließlich wurde am Sonntagvormittag ein Konsens für ein grobes Aktionskonzept gefunden; unter den Teilnehmenden war gleichzeitig Erleichterung und Tatendrang spürbar. Noch bevor wir auseinandergingen, konnten wir uns zu ersten Arbeitsgruppen zusammenfinden, Aufgaben verteilen und uns für ein nächstes Treffen verabreden.

Aktionsbündnis

Für das Aktionsbündnis beginnt nun die eigentliche Vorbereitung – weitere Informationen zur geplanten Aktion werden sicherlich folgen! Vielen Dank allen, die mitgewirkt haben!

28. Juni 2019
von Möwe
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In zwei Wochen: Aktionskonferenz gegen Tierproduktion in Hannover!

Aktionskonferenz gegen Tierproduktion – Bündnis schaffen für eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion in 2020

12.-14.07.2019 (Freitag – Sonntag) in Hannover

In zwei Wochen findet die Aktionskonferenz gegen Tierproduktion in Hannover statt! Wir wollen uns mit euch beratschlagen, um eine große Mobilisierung für Aktionen gegen Tierproduktion im nächsten Jahr, 2020, zu planen. #By2020WeRiseUp

Es haben sich bereits viele Gruppen und Einzelpersonen angemeldet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Programm steht weitestgehend und es liegen bereits einige Aktionskonzepte vor. Wir freuen uns!

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

 

Weitere Infos findet ihr hier:

Einladung

14. Juni 2019
von Möwe
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Aktionswoche an Uni Köln – mit Vortrag zu Tierproduktion und Klimagerechtigkeit

Nächste Woche findet an der Uni Köln eine Aktionswoche “Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit” statt, organisiert vom AStA und der Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit. Die Aktionswoche reiht sich damit ein in die vielfältigen Klimagerechtigkeits-Aktivitäten im Rheinland, wie Ende Gelände und die Großdemo von Fridays for Future!

 

 

AniCA ist auch bei der Aktionswoche dabei, mit einem Input und anschließender Diskussion unter dem Titel:

“Tierproduktion und Klimagerechtigkeit: Veganismus oder Tierindustrie abschaffen!”

Wann: Dienstag, 18. Juni, 18 – 20 Uhr

Wo: Raum S12 im Seminargebäude auf dem Zentralcampus, Universitätsstr. 37, 50931 Köln

 

Weitere Infos zur Aktionswoche:

“In der Woche vom 17.- 22. Juni 2019 tut sich im Rheinland viel in Sachen Klimagerechtigkeit. Fridays for Future rufen zum internationalen Klimastreik in Aachen auf, das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“, Ende Gelände und andere Akteur*innen demonstrieren gegen die Braunkohle und für den Erhalt der Dörfer rund um den Tagebau.

Auch wir wollen in dieser Woche ein Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an der Uni Köln. Wir wollen euch ermutigen, auch auf die Straße zu gehen und euch für eure Zukunft einzusetzen. Ebenfalls wollen wir gemeinsam überlegen, was jede*r in ihrem*seinem eigenen Alltag sowie an der Uni verändern kann, um nachhaltiger und ressourcenschonender zu leben. Dafür bieten wir Workshops an, in denen ihr euch mit den verschiedenen Aspekten der Thematik auseinander setzen könnt.

Es ist höchste Zeit, dass das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm zusteht. Also macht mit bei der Aktionswoche für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.”

10. Mai 2019
von Karpfen
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Ende Gelände 2019

Auch wir von AniCA unterstützen den Aufruf von Ende Gelände.

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!

Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. Bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Im Rheinland will der Kohle-Konzern RWE Fakten schaffen: Bagger fressen sich unaufhörlich in die Landschaft, verschlingen Wälder, fruchtbares Ackerland und ganze Dörfer. Als größte CO2-Quelle Europas zerstört die Braunkohle-Industrie im Rheinland die Zukunft von Menschen weltweit. Dem stellen wir uns entgegen! Letztes Jahr haben wir mit anderen tausenden Menschen in einem breiten Bündnis für den Hambi gekämpft. Dieses Jahr stehen wir Seite an Seite mit allen Menschen, deren Zuhause durch Kohle und Klimakrise zerstört wird. Solidarisch mit den Menschen aus Keyenberg, Kuckum und den anderen Dörfern am Tagebau Garzweiler wollen wir die Zerstörung vor Ort stoppen. Daher werden wir Kohleinfrastruktur blockieren. Das ist unsere Sofortmaßnahme für globale Klimagerechtigkeit. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit!
Ungehorsam für eine gerechtere Zukunft

Wir brauchen nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Sonst ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch soziale Gerechtigkeit weltweit möglich. Das katastrophale Ergebnis der Kohlekommission zeigt, dass wir uns nicht auf die Politik verlassen können. Jetzt liegt es an uns!

Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.

Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit.
Also: auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!
Damit #AlleDörferBleiben – weltweit.

8. Mai 2019
von Möwe
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Aktionsgruppe Acker bleibt: Klima-Aktivist*innen besetzen Acker

Ungehorsamer Protest gegen Logistikgebiet +++ Investor Dietz AG in der Kritik +++ Flächenversiegelung deutschlandweit ein Problem

Auf dem Gelände des geplanten Logistikgebietes in Neu-Eichenberg haben Aktivist*innen am 04.05. ein Camp aufgeschlagen. Mit der Besetzung wollen sie erreichen, dass das Riesenprojekt gestoppt wird und der Acker bleibt.

Gegen das Logistikgebiet sprechen viele Argumente: Wertvoller Ackerboden wird versiegelt und geht so dauerhaft für die Landwirtschaft verloren, das Landschaftsbild wird zerstört, die Lebensqualität vor Ort verringert sich durch Lärm und verstopfte Straßen. Auf einer landwirtschaftlichen Ackerfläche könnte Kohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden werden. Wohingegen mit dem Logistikgebiet eine erhebliche Zunahme des LKW-Verkehrs verbunden ist und somit auch der CO2-Ausstoß ansteigt. Dabei ist es höchste Zeit, die Klimakrise endlich als reale Bedrohung ernst zu nehmen. Enschlossenes Handeln und grundlegende Veränderungen sind nötig, um den Klimawandel noch abzubremsen. Dies forderten auch die Demonstrant*innen der „Fridays for Future“-Proteste am Freitag vor einer Woche in Neu-Eichenberg.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, finden diese Argumente im politischen Planungsprozess jedoch wenig Beachtung. Der Bensheimer Investor DIETZ AG könnte bald das Recht zugesprochen bekommen, die riesige Ackerfläche zu versiegeln. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Acker innerhalb der „Ökolandbau Modellregion Nordhessen“ liegt und mit etwa 80 Bodenpunkten (von 100) zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands zählt.

Dazu erklärt Tanja Grommel von der Aktionsgruppe Acker bleibt: „Unsere Besetzung macht deutlich: Wir geben keinem Konzern das Recht unsere Lebensgrundlagen zu zerstören – auch die Dietz AG sollte das endlich einsehen. Das verantwortungslose Versiegeln von Ackerland muss aufhören.“

Jeden Tag werden allein in Deutschland mehr als 60 ha Fläche versiegelt, was etwa der Größe eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes entspricht.

Die Aktivist*innen fordern „Systemwandel statt Klimawandel“ und richten sich darauf ein, dass die Überzeugungsarbeit eine Weile dauern wird. Daher brachten sie alles Nötige zum Schlafen, Kochen, Leben mit und errichteten bereits die erste Kompost-Toilette. Bei den Anwohner*innen stellten sie sich als neue Nachbar*innen mit einem kurzen Schreiben vor, das sie noch am Morgen an jeden der knapp 1000 Haushalte in Neu-Eichenberg verteilten. Sie laden auch dazu ein, das Camp zu besuchen.

„Wir schützen den Acker vor der zerstörerischen Privatisierung und geben ihn den Menschen zurück. Alle sind eingeladen, hier nun einen Ort der lebendigen Alternativen zu schaffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn es braucht nichtkommerzielle Freiräume, an denen die Prozesse des notwendigen Systemwandels stattfinden können.“, sagt Luca Rosenberg von der Aktionsgruppe „Acker bleibt!“.

Mail: ackerbleibt@riseup.net
Aktuelles: https://twitter.com/unserAcker

22. April 2019
von Karpfen
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Einladung zu einer Aktionskonferenz gegen Tierproduktion


Aktionskonferenz gegen Tierproduktion – Bündnis schaffen für eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion in 2020

*12.-14.07.2019 (Freitag – Sonntag) in Hannover* https://aktionskonferenz-tierproduktion.de

Wir, Animal Climate Action, wollen uns in diesem Jahr mit anderen Akteur*innen beratschlagen, um eine große Mobilisierung für politische Aktionen gegen Tierproduktion zu planen. Da wir zu einer andauernden Eskalation beitragen wollen, zielt die Aktionskonferenz auf eine Aktion im nächsten Jahr, 2020. Mit der notwendigen Vorlaufzeit wollen wir ein fundiertes Bündnis aufstellen und sowohl nötige inhaltliche Diskussionen führen als auch eine breite Mobilisierung ermöglichen.

Auf der Homepage zur Aktionskonferenz findet ihr unsere Einladung sowie unsere politische Analyse der aktuellen Situation als unsere Ausgangslage zur
Aktionskonferenz.

Eine Zusammenfassung der Einladung:

# Intersektionell
Wir möchten Bürgerinitiativen, Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, Gewerkschaften und landwirtschaftspolitische Zusammenschlüsse zur Aktionskonferenz einladen. Wir zielen auf eine Aktion gegen Tierproduktion aus verschiedenen Gründen, auf die wir uns gemeinsam einigen.

# Aktionsform
Wir haben uns vorgenommen, weiter an der Eskalationsschraube zu drehen. Wir wollen dahingehen, wo es der Tierindustrie am meisten wehtut. Ob Massenaktion oder Aktionstage; ob Sitzblockaden von Futtermittelhäfen, kreativer Protest gegen die EuroTier, Besetzungen von Lobbyzentralen oder Störungen von Schlachtanlagen oder Molkereien – das wollen wir uns gemeinsam mit euch überlegen!

# Input für die Aktionskonferenz
Wir laden euch ein, vorab bis 31.05.2019 konkrete Aktionsideen einzureichen. Wir werden diese vor der Aktionskonferenz an alle Interessierten verteilen, sodass sich bereits alle mit den Ideen auseinandersetzen können. Weitere Infos dazu findet ihr in der Einladung.

# Organisatorisches
Sendet uns für die Organisation bitte vorab eine E-Mail, wenn ihr teilnehmt. Welche Daten wir uns erwünschen, könnt ihr der Einladung entnehmen.

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

18. April 2019
von Möwe
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Bericht von der Aktionsrallye in Berlin: „Raus aus der Tierindustrie – Agrarwende für Klimagerechtigkeit jetzt!“

Aktionsrallye durch Berlin-Mitte: mehrere Aktivist*innen blockierten den Eingang des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zeitgleich störten etwa 50 Personen den regulären Betrieb in einem REWE-Supermarkt in der Friedrichstraße.

Am gestrigen internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands fand im Rahmen der internationalen Extinction-Rebellion-Woche eine Aktionsrallye durch Berlin-Mitte statt, zu der Extinction Rebellion (XR) Berlin und wir aufgerufen hatten. Unter dem Motto „Raus aus der Tierindustrie – Agrarwende für Klimagerechtigkeit jetzt“ protestierten 100 Aktivist*innen für globale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Tierrechte.

Über mehrere Stationen hinweg zogen Aktivist*innen am Nachmittag mit Kundgebungen und zivilem Ungehorsam vom Bauernverbandshaus am Oranienburger Tor bis zum BMEL in der Wilhelmstraße. Mit unserem kreativen Protest wollen wir auf die existentielle Klimakrise aufmerksam machen, in der wir uns befinden. Wir müssen die klimaschädliche Landwirtschaft grundlegend umbauen, und das heißt: drastische Reduktion von Tierhaltung und Tierproduktkonsum.

Die Aktionsrallye startete mit einer Auftaktkundgebung am Haus der Land- und Ernährungswirtschaft, wo mit Redebeiträgen vom Bündnis „Wir Haben Es Satt“, von „La Via Campesina“ sowie von XR Berlin und uns Unzulänglichkeiten der aktuellen Agrarpolitik benannt wurden. Parallel dazu fand ein „Die-in“ vor dem Eingang des Hauses statt: mehrere Aktivist*innen legten sich wie tot zu Boden und blockierten die Zufahrtsstraße.

 

Demo vor dem Sitz des Deutschen Bauernverbands

Demo vor dem Sitz des Deutschen Bauernverbands

Die-In vor dem Bauernverbandshaus

Die nächste Station bildete das bereits seit Jahren leerstehende Informationszentrum „Acker und Teller“ des BMEL an der Friedrichstraße, dessen Schaufenster mit wissenschaftlichen Fakten zur Klimakrise und der industriellen Landwirtschaft ausgeschmückt wurde. Der Protest führte anschließend in einem Demonstrationszug mit großer Polizeibegleitung zum Verbändehaus am Weidendamm, in dem der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie sowie der Verband der Ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland untergebracht sind. Nach einem Redebeitrag vom FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk (FIAN) machten die Aktivist*innen lautstark auf die fatalen Folgen des Imports von Anbauprodukten und Futtermitteln aus dem globalen Süden aufmerksam.

Um auch die zentrale Rolle des Lebensmittelhandels zu benennen, störten etwa 50 Aktivist*innen im Anschluss mit einem Die-in den normalen Betrieb im REWE-Supermarkt an der S- und U-Bahnstation Friedrichstraße. Auf den mitgebrachten Schildern stand unter anderem „Fleisch frisst die Welt“ und „Climate Justice Now!“.

Störaktion im Rewe-SupermarktStöraktion im Rewe-Supermarkt Störaktion im Rewe-SupermarktStöraktion im Rewe-Supermarkt

Parallel dazu demonstrierte eine Gruppe von Aktivist*innen im Büro der GEFA (German Export Association for Food and Agriproducts). Die GEFA ist ohne Zweifel Teil eines neokolonialen Projektes und des extrem aggressiven und auf Export getrimmten deutschen Wirtschaftsmodells. Mit der Störaktion zielten die Aktivist*innen auf den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Neokolonialismus, Klimawandel, Landgrabbing und Tierausbeutung.

In der Nähe des Bauernverbands und des BMEL richteten Aktivist*innen zudem Insektenweiden auf Brachflächen ein. Den Abschluss der Aktionsrallye bildete eine Kundgebung vor dem BMEL, an deren Rande eine Kleingruppe den Eingang des Ministeriums besetzte.

Blockade des BMEL-EingangsBlockade des BMEL

Der Internationale Tag des kleinbäuerlichen Widerstands am 17.04. gedenkt der Ermordung von kleinbäuerlichen Aktivist*innen durch die brasilianische Staatsgewalt. Ausgerufen wurde der Tag von La Via Campesina, einer weltweiten, kämpferischen Organisierung von Kleinbäuer*innen, Landlosen und Indigenen.

 

Mehr zu Extinction Rebellion:
Die aus Großbritannien stammende Bewegung Extinction Rebellion hat für April zur „Internationale Rebellion“ aufgerufen, an der sich Dutzende Gruppen weltweit beteiligen werden. In Deutschland haben sich seit November 2018 bereits über 20 Ortsgruppen gebildet, in denen sich Menschen aller Altersgruppen engagieren. Die Bewegung stellt drei Kernforderungen: Erstens muss die Regierung die volle Wahrheit über die ökologische Krise offenlegen und gemeinsam mit den Medien die absolute Dringlichkeit des Wandels an die gesamte Bevölkerung kommunizieren. Zweitens muss die Regierung die notwendigen Maßnahmen verbindlich ergreifen, um die Netto-Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis 2025 auf Null zu reduzieren und das allgemeine Niveau des Ressourcenverbrauchs zu senken. Drittens soll eine Bürger_innenversammlung einberufen werden, die diese Maßnahmen begleitet und gewährleistet, dass der Wandel gerecht und demokratisch abläuft. Die „International Rebellion Week“ findet seit dem 15. April in über 30 Ländern statt. Mehr: https://rebellion.earth/