Animal Climate Action

13. November 2019
von Möwe
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Macht mit: Aktionsbündnis für eine Massenaktion gegen die Tierindustrie!

Nach unserer Aktionskonferenz im Juli haben wir uns nun mit anderen Gruppen zu einem intersektionalen Aktionsbündnis gegen die Tierindustrie zusammengeschlossen! Das Aktionsbündnis steckt bereits mittem im Vorbereitungsprozess für eine Massenaktion im nächsten Jahr – und ruft zur Mitarbeit auf:


Nach einer Aktionskonferenz im Juli 2019 hat sich ein breites Bündnis gegen die Tierindustrie aus Gruppen und Einzelpersonen der Ernährungssouveränitäts-, Klimagerechtigkeits- und Tierrechts-/ Tierbefreiungsbewegungen formiert.

Nach mehreren Folgetreffen steht nun unser Aktionsziel fest: wir werden im Frühsommer 2020 ein Protestcamp in Niedersachsen organisieren – By2020WeRiseUp! Dort wollen wir bewegungsübergreifend, mit einer vielfältigen Massenaktion gegen einen Hauptakteur der deutschen Tierindustrie vorgehen: PHW mit seinen Marken Wiesenhof, Bruzzzler und co.

Gemeinsam wollen wir dort hingehen, wo wir die Tierindustrie am empfindlichsten treffen!
Wir wollen dort hingehen, wo der Klimawandel gemacht wird!
Wir wollen die Profiteure von Klimawandel, Tierleid und Ausbeutung zur Rechenschaft ziehen!

Wir wollen uns verbünden – schließt euch uns an! Gemeinsam stoppen wir PHW und die Tierindustrie! Wir sind ein überregionales Bündnis und organisieren uns in themenbezogenen Arbeitsgruppen. Alle fünf Wochen treffen wir uns in einer anderen Stadt zu einem offenen Bündnistreffen, an dem neue Gruppen und Einzelpersonen gerne teilnehmen können. Das nächste Bündnistreffen findest am 30.11./01.12. in Hannover statt (danach 11./12.01. und 15./16.02.)

Schreibst uns bei Interesse: aktionscamp-tierindustrie-2020@riseup.net

Veröffentlicht diesen Aufruf gerne auf euren Verteilern und Mailinglisten, leitet ihn an weitere potentiell interessierte Gruppen weiter oder teilt ihn in Messenger-Channels und auf Social Media!
Weitere Infos folgen.

System Change not Climate Change!

5. November 2019
von Karpfen
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Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser

Hiermit erklären wir uns solidarisch mit unseren Freund*innen in
Nord und Ostsyrien. Seit dem 9. Oktober führt die türkische Armee
zusammen mit dschihadistischen Banden einen entsetzlichen Krieg gegen
die Menschen in Nord- und Ostsyrien. Dies ist ein Angriff auf die
Revolution und ihre Erungenschaften in der demokratischen Förderation
die auf Frauenbefreiung, Ökologie und Basisdemokratie basiert. Es drohen
ethnische Säuberungen, Völkermorde und ein wiedererstarken des
sogenannten islamischen Staates.

Trotz aller scheinheiligen Verurteilungen von seiten westlicher
Regierungsvertreter*innen kann Erdogan diesen Krieg nur mit der
Rückendeckung aller NATO Partner führen. Insbesondere trägt die BRD mit
ihren umfangreichen wirtschaftlichen und politischen Verstrickungen mit
der Türkei eine Mitschuld.

Wir rufen alle Aktivist*innen der Klimagerechtigkeist- und der
Tierbefreiungsbewegung dazu auf sich an den Protesten gegen den Krieg in
Rojava zu beteiligen.

Folgende Solidaritätserklärung von Make Rojava Green Again wurde auch von uns unterzeichnet:

Stop Turkish State‘s Brutal War on Northeast Syria! Solidarity with Rojava!

Stop Turkish State‘s Brutal War on North-East Syria! Solidarity with Rojava!

We, organisations working to secure an ecological and democratic future, condemn the war declared unilaterally by the Turkish government on north-east Syria. This war has absolutely no legitimate justification. It is is a crime and is severely exacerbating the war in the region.

This aggression targets the democratic achievements of the Kurds, Assyrians, Arabs and others living together peacefully in north-east Syria. In 2012 the liberation process began in Rojava, the predominantly Kurdish region within Syria, and spread to many other parts of north-east Syria following the defeat of the terrorist Islamic State (IS). Their model of self-administration called “democratic autonomy” is based primarily on the liberation of women, direct democracy, ecological principals and ethnic and religious diversity. It is by far the most peaceful and democratic region within Syria after eight years of disastrous war. This region must be protected by all people and organizations around the world if the opportunity for democratic change in Syria is to be maintained.

The first days of the attacks, which are ongoing, show that Turkish forces are intentionally targeting civilians and their livelihoods. Water supply facilities, water supplying dams, electricity power plants, hospitals and other utility installations have been destroyed. The natural environment, on which human society depends, is heavily impacted by air and artillery attacks. Dozen of organisations which work for an ecological, democratic and gender-liberated life and their projects, some of which have been established in collaboration with numerous international individuals and non-governmental organisations, are also under threat. We are witnessing once again that war is a crime against people and nature.

The people of north-east Syria are resisting this invasion and the attempt to change the demographics of the region by all means possible. There is however a huge imbalance between their efforts at self-defence and the military power of a large NATO member state. The role of the USA, which gives space Turkey in this brutal war, is more than shameful. All other Western states, Russia, others within the region and around the world warrant serious criticism too.

If the Turkish government’s war on north-east Syria, which is clearly a violation of international law, is not halted, it will have catastrophic results and will solve no problems rather it will deepen the problems and conflicts in the region. We call oninternational organizations and governments who claim to be democratic to speak up against this war and implement sanctions, including economic.

We call on all democratic and ecological small and big civil society organizations to raise your voices for the people of north-east Syria, join and organise public democratic actions, denounce Turkey’s aggression and demand that politicians take immediate action to halt this brutality against democracy and nature.

We call for – and stand in – solidarity with the people of Rojava and of north-east Syria.

21. Oktober 2019
von Möwe
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Tear Down Toennies! Schlachthofblockade in Schleswig-Holstein

Aktivist*innen blockieren den Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen (Schleswig-Holstein)!

Hier ein Auszug aus der Aktionserklärung auf Indymedia:

Wir blockieren seit heute früh den Schlachthof R. Thomsen in Kellinghusen, der seit 2015 zur Unternehmensgruppe Tönnies gehört und in dem täglich circa 6000 Schweine ermordet werden.
Warum sind wir hier?

[…]

Im Kampf für die Natur, die gegen Ausbeutung im Streben nach Profit verteidigt werden muss. Die Tierausbeutungsindustrie verbraucht enorme Mengen an Ressourcen und ist wesentliche Mitverursacherin der derzeitigen Klimakrise. Der durch menschliches Handeln beschleunigte Klimawandel bedroht zahlreiche Ökosysteme und damit die Lebensgrundlagen von sogenannten Wildtieren. „Die Natur“ ist nicht das zu unterwerfende Gegenstück zur menschlichen „Kultur“, sondern ist in allen Lebenswelten unverzichtbar.

Der Schlachthof ist Sinnbild für Zerstörung. Mensch, Tier und Natur, untrennbar miteinander verbunden, leiden unter der kapitalistischen Ausbeutung und Vernichtung von Lebewesen und Ökosystemen.

 

AniCA ist mit dabei und unterstützt die Aktion: Tierproduktion stoppen! Klima Retten!

11. September 2019
von Möwe
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Aktionstag #Freitag13: Schwarzer Freitag für Tönnies

Am Freitag den 13.09. findet ein Aktionstag gegen den Schweineschlachtkonzern Tönnies statt. aktion./.arbeitsunrecht ruft Gewerkschafter*innen, Bürgerrechtler*innen, Tier- und Umwelt-Aktivist*innen auf, Aktionen gegen Tönnies durchzuführen. Das Motto: “Horror-Jobs & Werkverträge. Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt!”

 

In Berlin ist AniCA mit am Start. Beginn der Demo ist um 16 Uhr an der Gedächtniskirche. Von da aus führt eine Tour durch verschiedene Discounter und Supermärkte.

 

Hier eine Übersicht der an weiteren Orten stattfindenden Aktionen:

 

Weitere Infos:

3. September 2019
von Möwe
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FreeTheSoil: Landwirtschafts- und Klimagerechtigkeitscamp sowie Massenaktion zivilen Ungehorsams

In wenigen Wochen startet das Landwirtschafts- und Klimagerechtigkeitscamp in Brunsbüttel bei Hamburg. AniCA ist dabei und unterstützt FreeTheSoil (siehe Solidaritätsaufruf).

 

Vom 19. bis zum 21. September wird es ein vielfältiges Programm mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen geben. An den Tagen danach findet eine Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den Kunstdünger Konzern YARA statt. Mehr Infos zur Anreise findet ihr hier: https://freethesoil.org/camp-2/camport-und-anreise/

 

Und hier das Camp-Programm:

19. September – Donnerstag – 15.00 Uhr
Naturzerstörung, Kapitalismen und (Post)wachstumsperspektiven. Ursachen von Krisen und Auswege in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

19. September – Donnerstag – 15.00 Uhr
Die Chemie der Düngemittelproduktion

19. September – Donnerstag – 19.30 Uhr
Diskussion: Schritte hin zu einer klimagerechten Agrarwende

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Düngemittel: Bodendegradation in Zentralafrika

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
YARA, Greenwashing und bäuerlicher Widerstand in Afrika südlich der Sahara

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Kleinbäuerliche Landwirtschaft vs. organisierte, geplante, gemeinschaftliche Landwirtschaft

20. September – Freitag – 10.00 Uhr
Tierproduktion und Klimawandel, Massenaktion gegen Tierproduktion 2020

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Soziale Ökologie und demokratischer Konföderalismus

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Anastasia – Neue rechte Siedler*innen auf dem Land

20. September – Freitag – 15.00 Uhr
Eine indigene Perspektive auf die Klimakrise und europäische Klimagerechtigkeitsbewegung

20. September – Freitag – 19.30 Uhr
Diskussion: Was ist eine klimagerechte Landwirtschaft

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Moore – unbekannte Klimaschützer: Wie die Landwirtschaft auf Mooren klimafreundlicher werden kann

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Landwirtschaft und Tierbefreiung – Ethische Aspekte und das Mensch-Tier-Verhältnis

21. September – Samstag – 10.00 Uhr
Zur Notwendigkeit einer antirassistischen Praxis in der Klimagerechtigkeitsbewegung

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Nichtkommerzielle Landwirtschaft auf dem Karla*hof

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Widerstand gegen industrielle Fleischproduktion: was tun?

21. September – Samstag – 15.00 Uhr
Unternehmenskonzentration und -macht: Wie Konzerne unsere Lebensmittelsysteme gestalten

Die ausführlichen Veranstaltungsbeschreibungen findet ihr hier: https://freethesoil.org/de/program-2-2/

24. Juli 2019
von Möwe
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Bericht von der Aktionskonferenz gegen Tierproduktion

Vom 12. bis 14. Juli 2019 fand in Hannover die Aktionskonferenz gegen Tierproduktion statt. Wir, Animal Climate Action (AniCA), wollten damit an die von uns mitorganisierten Climate & Justice Games zur EuroTier in Hannover anknüpfen und gemeinsam mit anderen Aktivist*innen intersektionelle und antikapitalistische Kämpfe gegen die Tierindustrie fortsetzen.

Dieser Text soll als erster, knapper Bericht dienen. Nach einer Reflexionsphase werden wir eine ausführlichere Auswertung der Aktionskonferenz veröffentlichen.

Hintergrund

In den letzten Jahren formierte sich ein breiter Widerstand gegen die Tierindustrie, getragen von vielen Akteur*innen. Mit der Aktionskonferenz wollten wir mit den verschiedenen Akteur*innen gemeinsame Aktionsformen entwickeln, mit denen wir die Tierindustrie noch empfindlicher treffen können. Unser selbsterklärtes Ziel der Aktionskonferenz war es, eine große Mobilisierung für politische Aktionen gegen die Tierindustrie im nächsten Jahr – 2020 – anzustoßen.

Teilnahme

Mehr als 100 Teilnehmende sind unserer Einladung gefolgt – was unsere Erwartungen diesbezüglich definitiv übertroffen hat! Unserem Aufruf folgten Aktivist*innen verschiedener Bewegungen: unter anderen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Bewegung für Ernährungssouveränität und der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung.

Ablauf

Die Konferenz begann am Freitagnachmittag und dauerte bis Sonntagmittag an. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen erfolgte der inhaltliche Einstieg mit einer Vorstellung der verschiedenen Aktionsideen, die vorab von Teilnehmenden eingereicht wurden. Daran anschließend fanden Kleingruppen- und Plenumsdiskussionen statt, wurden Stimmungsbilder eingeholt und so der mögliche Aktionsrahmen immer weiter konkretisiert.

Ergebnis

Erhofft hatten wir uns die gemeinsame Festlegung des groben Aktionsrahmens für Samstagabend, um am Sonntag noch Zeit zur Besprechung der nächsten Schritte zu haben. Aufgrund der breiten Zustimmung für die verschiedenen Aktionsideen – wiederholt sprachen sich Aktivist*innen dafür aus, dass alle Ideen verfolgt werden müssten – ging die Entscheidungsfindung bis in den Sonntag hinein. Schließlich wurde am Sonntagvormittag ein Konsens für ein grobes Aktionskonzept gefunden; unter den Teilnehmenden war gleichzeitig Erleichterung und Tatendrang spürbar. Noch bevor wir auseinandergingen, konnten wir uns zu ersten Arbeitsgruppen zusammenfinden, Aufgaben verteilen und uns für ein nächstes Treffen verabreden.

Aktionsbündnis

Für das Aktionsbündnis beginnt nun die eigentliche Vorbereitung – weitere Informationen zur geplanten Aktion werden sicherlich folgen! Vielen Dank allen, die mitgewirkt haben!

28. Juni 2019
von Möwe
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In zwei Wochen: Aktionskonferenz gegen Tierproduktion in Hannover!

Aktionskonferenz gegen Tierproduktion – Bündnis schaffen für eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion in 2020

12.-14.07.2019 (Freitag – Sonntag) in Hannover

In zwei Wochen findet die Aktionskonferenz gegen Tierproduktion in Hannover statt! Wir wollen uns mit euch beratschlagen, um eine große Mobilisierung für Aktionen gegen Tierproduktion im nächsten Jahr, 2020, zu planen. #By2020WeRiseUp

Es haben sich bereits viele Gruppen und Einzelpersonen angemeldet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Programm steht weitestgehend und es liegen bereits einige Aktionskonzepte vor. Wir freuen uns!

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

 

Weitere Infos findet ihr hier:

Einladung

14. Juni 2019
von Möwe
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Aktionswoche an Uni Köln – mit Vortrag zu Tierproduktion und Klimagerechtigkeit

Nächste Woche findet an der Uni Köln eine Aktionswoche “Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit” statt, organisiert vom AStA und der Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit. Die Aktionswoche reiht sich damit ein in die vielfältigen Klimagerechtigkeits-Aktivitäten im Rheinland, wie Ende Gelände und die Großdemo von Fridays for Future!

 

 

AniCA ist auch bei der Aktionswoche dabei, mit einem Input und anschließender Diskussion unter dem Titel:

“Tierproduktion und Klimagerechtigkeit: Veganismus oder Tierindustrie abschaffen!”

Wann: Dienstag, 18. Juni, 18 – 20 Uhr

Wo: Raum S12 im Seminargebäude auf dem Zentralcampus, Universitätsstr. 37, 50931 Köln

 

Weitere Infos zur Aktionswoche:

“In der Woche vom 17.- 22. Juni 2019 tut sich im Rheinland viel in Sachen Klimagerechtigkeit. Fridays for Future rufen zum internationalen Klimastreik in Aachen auf, das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“, Ende Gelände und andere Akteur*innen demonstrieren gegen die Braunkohle und für den Erhalt der Dörfer rund um den Tagebau.

Auch wir wollen in dieser Woche ein Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an der Uni Köln. Wir wollen euch ermutigen, auch auf die Straße zu gehen und euch für eure Zukunft einzusetzen. Ebenfalls wollen wir gemeinsam überlegen, was jede*r in ihrem*seinem eigenen Alltag sowie an der Uni verändern kann, um nachhaltiger und ressourcenschonender zu leben. Dafür bieten wir Workshops an, in denen ihr euch mit den verschiedenen Aspekten der Thematik auseinander setzen könnt.

Es ist höchste Zeit, dass das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm zusteht. Also macht mit bei der Aktionswoche für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.”

10. Mai 2019
von Karpfen
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Ende Gelände 2019

Auch wir von AniCA unterstützen den Aufruf von Ende Gelände.

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!

Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. Bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Im Rheinland will der Kohle-Konzern RWE Fakten schaffen: Bagger fressen sich unaufhörlich in die Landschaft, verschlingen Wälder, fruchtbares Ackerland und ganze Dörfer. Als größte CO2-Quelle Europas zerstört die Braunkohle-Industrie im Rheinland die Zukunft von Menschen weltweit. Dem stellen wir uns entgegen! Letztes Jahr haben wir mit anderen tausenden Menschen in einem breiten Bündnis für den Hambi gekämpft. Dieses Jahr stehen wir Seite an Seite mit allen Menschen, deren Zuhause durch Kohle und Klimakrise zerstört wird. Solidarisch mit den Menschen aus Keyenberg, Kuckum und den anderen Dörfern am Tagebau Garzweiler wollen wir die Zerstörung vor Ort stoppen. Daher werden wir Kohleinfrastruktur blockieren. Das ist unsere Sofortmaßnahme für globale Klimagerechtigkeit. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit!
Ungehorsam für eine gerechtere Zukunft

Wir brauchen nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Sonst ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch soziale Gerechtigkeit weltweit möglich. Das katastrophale Ergebnis der Kohlekommission zeigt, dass wir uns nicht auf die Politik verlassen können. Jetzt liegt es an uns!

Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.

Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit.
Also: auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!
Damit #AlleDörferBleiben – weltweit.

8. Mai 2019
von Möwe
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Aktionsgruppe Acker bleibt: Klima-Aktivist*innen besetzen Acker

Ungehorsamer Protest gegen Logistikgebiet +++ Investor Dietz AG in der Kritik +++ Flächenversiegelung deutschlandweit ein Problem

Auf dem Gelände des geplanten Logistikgebietes in Neu-Eichenberg haben Aktivist*innen am 04.05. ein Camp aufgeschlagen. Mit der Besetzung wollen sie erreichen, dass das Riesenprojekt gestoppt wird und der Acker bleibt.

Gegen das Logistikgebiet sprechen viele Argumente: Wertvoller Ackerboden wird versiegelt und geht so dauerhaft für die Landwirtschaft verloren, das Landschaftsbild wird zerstört, die Lebensqualität vor Ort verringert sich durch Lärm und verstopfte Straßen. Auf einer landwirtschaftlichen Ackerfläche könnte Kohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden werden. Wohingegen mit dem Logistikgebiet eine erhebliche Zunahme des LKW-Verkehrs verbunden ist und somit auch der CO2-Ausstoß ansteigt. Dabei ist es höchste Zeit, die Klimakrise endlich als reale Bedrohung ernst zu nehmen. Enschlossenes Handeln und grundlegende Veränderungen sind nötig, um den Klimawandel noch abzubremsen. Dies forderten auch die Demonstrant*innen der „Fridays for Future“-Proteste am Freitag vor einer Woche in Neu-Eichenberg.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, finden diese Argumente im politischen Planungsprozess jedoch wenig Beachtung. Der Bensheimer Investor DIETZ AG könnte bald das Recht zugesprochen bekommen, die riesige Ackerfläche zu versiegeln. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Acker innerhalb der „Ökolandbau Modellregion Nordhessen“ liegt und mit etwa 80 Bodenpunkten (von 100) zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands zählt.

Dazu erklärt Tanja Grommel von der Aktionsgruppe Acker bleibt: „Unsere Besetzung macht deutlich: Wir geben keinem Konzern das Recht unsere Lebensgrundlagen zu zerstören – auch die Dietz AG sollte das endlich einsehen. Das verantwortungslose Versiegeln von Ackerland muss aufhören.“

Jeden Tag werden allein in Deutschland mehr als 60 ha Fläche versiegelt, was etwa der Größe eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes entspricht.

Die Aktivist*innen fordern „Systemwandel statt Klimawandel“ und richten sich darauf ein, dass die Überzeugungsarbeit eine Weile dauern wird. Daher brachten sie alles Nötige zum Schlafen, Kochen, Leben mit und errichteten bereits die erste Kompost-Toilette. Bei den Anwohner*innen stellten sie sich als neue Nachbar*innen mit einem kurzen Schreiben vor, das sie noch am Morgen an jeden der knapp 1000 Haushalte in Neu-Eichenberg verteilten. Sie laden auch dazu ein, das Camp zu besuchen.

„Wir schützen den Acker vor der zerstörerischen Privatisierung und geben ihn den Menschen zurück. Alle sind eingeladen, hier nun einen Ort der lebendigen Alternativen zu schaffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn es braucht nichtkommerzielle Freiräume, an denen die Prozesse des notwendigen Systemwandels stattfinden können.“, sagt Luca Rosenberg von der Aktionsgruppe „Acker bleibt!“.

Mail: ackerbleibt@riseup.net
Aktuelles: https://twitter.com/unserAcker