Animal Climate Action

27. Mai 2020
von schnabeltier
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Gemeinsam Lauschen – der Podcast gegen die Tierindustrie

Heute startet „Gemeinsam lauschen – der Podcast gegen die Tierindustrie“ mit der ersten Folge und klärt viele spannende Fragen. Wie ging das überhaupt los mit dem Bündnis “Gemeinsam gegen die Tierindustrie”? Wie bleiben wir in Zeiten von Social Distancing aktiv? Und was hat es mit den hohen Infektionszahlen bei den Arbeiter*innen in den Schlachtbetrieben auf sich?

Auch eine Aktivistin von AniCA wird interviewt und berichtet über ihre Erfahrungen während der Bündnisgründung.

Gemeinsam gegen die Tierindustrie · Folge 1: Los Geht’s

22. Mai 2020
von Möwe
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Online-Veranstaltung: Ökologische Zerstörung – Ursache der Covid-19-Pandemie?

Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung beteiligen wir uns an der Online-Veranstaltung

Ökologische Zerstörung – Ursache der Covid-19-Pandemie?

Mittwoch, 27. Mai 2020, 19:00 – 21:00 Uhr

Die Veranstaltung wird über Facebook-Live übertragen:
facebook.com/kurteisner.verein/live

Veranstaltung mit zwei Klima-Aktivist*innen zu den Ursachen von Pandemien und dem Zusammenhang zur Klimagerechtigkeitsbewegung.

Die Zerstörung von natürlichen Ökosystemen und der Biodiversität durch zunehmende Energie-, Infrastruktur und anderer (Groß-)Projekte, die Verbrennung von Fossilien sowie die industrielle Landwirtschaft und Massentierhaltung spielen nach Aussagen vieler Forscher*innen und Umweltbewegungen eine entscheidende Rolle für gefährliche Virenkrankheiten wie Covid-19.

Wir wollen folgenden Fragen nachgehen:

* Welche Rolle haben Wälder, Flüsse und andere Ökosysteme für ein gesundes Leben? Welchen Beitrag leisten sie für die Prävention von Epidemien bzw. Pandemien?
* Wie sehr haben Profitinteressen die natürlichen Landschaften und das natürliche Leben in den letzten Jahrzehnten derart zerstört, degradiert und industrialisiert, dass auch Pandemien wie Covid-19 begünstigt werden?
* Wie wirkt sich die Covid-19-Pandemie auf die Arbeit und Forderungen der Klimagerechtigkeitsbewegung (und anderer ökologischer Kämpfe) aus?
* Was können wir aus der aktuellen Pandemie schließen und wie sollten wir unser alltägliches Leben, aber vor allem die Wirtschaft und Gesellschaft bundes- und weltweit im ökologisch-solidarischen Sinne transformieren?

Referent*innen:
* Jana Ballenthin, Soziologin, Naturpädagogin und Aktivistin ist seit zwei Jahren Waldreferentin bei der gewaltfreien Aktionsgemeinschaft Robin Wood
* Friedrich Kirsch, Animal Climate Action – überregionales Netzwerk von Aktivist*innen zum Zusammenhang von Klimawandel und Tierproduktion

Moderation Julia Killet, Kurt-Eisner-Verein und Ercan Ayboga, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern

Weitere Informationen findet ihr bei der Ankündigung der RLS.

Im Vorfeld findet am Montag, 25. Mai, eine weitere RLS-Veranstaltung zu diesem Themenfeld statt:

Wann kommt die nächste Viruskrankheit? Öko-Analyse aus den USA

Link zu dieser weiteren Veranstaltung

30. April 2020
von Möwe
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24 notwendige Maßnahmen für eine sozial-gerechte und ökologische Bewältigung der Covid-19-Pandemie

Mit 59 anderen Gruppen aus der Klimagerechtigkeits- und anderen sozialen Bewegungen haben wir an der Erstellung von 24 Maßnahmen gearbeitet, die wir in der aktuellen Situation für notwendig halten.

„Die Corona-Krise zeigt uns die Mängel unseres jetzigen Wirtschaftssystems“, heißt es in dem Forderungskatalog. „Dies ist der richtige Moment, unsere Wirtschaft nachhaltig, gerecht und krisenfest aufzustellen.“

Das Querschnittspapier umfasst einerseits kurzfristige Forderungen wie z.B. die Evakuierung von Großunterkünften und dezentrale Unterbringung von Geflüchteten. Andererseits enthält es langfristige Maßnahmen wie die Vergesellschaftung des Gesundheitswesens oder den Schutz von Ökosystemen und Artenvielfalt, um zukünftige Pandemien zu vermeiden. Wir fordern u.a. eine Agrarwende hin zu zuverlässiger, sozial gerechter, ökologisch verträglicher und tierleidfreier Lebensmittelversorgung.

Das ganze Papier lest ihr hier: http://www.ausgeco2hlt.de/2020/04/29/24-notwendige-ma%C3%9Fnahmen-f%C3%BCr-einen-sozial-gerechten-umgang-in-zeiten-von-corona/

31. März 2020
von Möwe
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Für grenzenlose Solidarität – Evakuierung der Lager jetzt! #LeaveNoOneBehind

Als Gruppen der Klimagerechtigkeitsbewegung fordern wir einen solidarischen Neustart der europäischen Asyl- und Migrationspolitik und schließen uns dem von der Seebrücke ausgerufenen Aktionstag zur Evakuierung der griechischen Lager am 5. April an. Unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind wollen auch wir an vielen Orten und Plätzen Spuren hinterlassen und damit zeigen: “Hier ist Platz!”

In Zeiten der Ausbreitung von COVID-19 ist die Gesellschaft sich einig, dass besonders geschwächte und anfällige Menschen vor einer Ansteckung geschützt werden müssen. Die Menschen, die seit Monaten oder gar Jahren unter menschenunwürdigen Umständen in den verschiedenen Flüchtlingslagern an den Grenzen Europas leben, werden dabei jedoch vergessen. Allein auf den ägäischen Inseln harren derzeit 40.000 Geflüchtete in häufig überfüllten Hotspots wie Moria aus. Wie eine kürzliche Pressemitteilung von Ärzte ohne Grenzen deutlich macht, besteht die Gefahr, dass sich das Coronavirus angesichts der mangelhaften Hygienebedingungen und der eingeschränkten medizinischen Hilfe sehr schnell unter den auf den Inseln festgesetzten Bewohner*innen der Lager verbreitet. Uns dem Appell von Ärzte ohne Grenzen anschließend, fordern wir, die Lager auf den griechischen Inseln sofort zu evakuieren und die Menschen in geeignete Unterkünfte zu bringen. Das von den Regierungen oft angebrachte Argument »fehlender Aufnahmekapazitäten« gilt nicht, denn allein in Deutschland haben sich 140 Kommunen dazu bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen.

Die dramatischen Situationen auf der Insel Lesbos und in der türkisch-griechischen Grenzregion sind die Spitzen des Eisberges einer gescheiterten Asyl- und Migrationspolitik der EU. Seit Jahren schon wird über einen europäischen Verteilungsmechanismus gestritten, und trotz der unsicheren Lage von Schutzsuchenden in der Türkei will die EU weiter am Flüchtlingsdeal festhalten. Dass die Türkei kein sicheres Land für Geflüchtete ist, machen die in den letzten Jahren zugenommenen Abschiebungen und erzwungenen »freiwilligen Ausreisen« deutlich. Seit Anfang März hat auch noch Griechenland das Asylrecht für mindestens einen Monat außer Kraft gesetzt. Die dortige politische Agenda sieht Abschiebungen statt Aufnahme von Geflüchteten vor.

Wir brauchen dringend eine neue politische Grundlage für Migration und Asyl in Europa, die dem Schutz der Menschenrechte von Geflüchteten gerecht wird. Das Massensterben an den europäischen Außengrenzen muss beendet werden!

Schließlich muss auch nach Deutschland geschaut werden, wo asylsuchende Menschen in Massenunterkünften mit mehreren hundert Bewohner*innen leben. In Anbetracht des Coronavirus schließen wir uns Pro Asyl an und rufen die deutsche Regierung dazu auf, asylsuchenden Menschen sofort dezentrale, kleinere Unterkünfte anzubieten und einen sofortigen Abschiebungsstopp sowie die Freilassung von Menschen aus der Abschiebungshaft anzuordnen.

In Anlehnung an den Aufruf von Organisationen und Gruppen wie medico international, Seebrücke, borderline.europe, Pro Asyl und anderen fordern wir daher:

  • Die sofortige Evakuierung der EU-Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln
  • Die Aufnahme der Menschen in den solidarischen Städten
  • Effektive Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus für Geflüchtete überall
  • Die Beendigung des EU-Türkei-Deals
  • Einen Neustart einer menschenrechtsbasierten Außen- und Migrationspolitik mit sicheren und legalen Fluchtwegen

Kontakt und Unterzeichner*innen:

Jolene Mestmacher 0177 1804475 (jolene.mestmacher@posteo.de)

Tino Pfaff 0177 8011774 (presse@extinctionrebellion.de)

Unterzeichner*innen:

  • Alle Dörfer Bleiben
  • Am Boden bleiben
  • Animal Climate Action
  • Attac Celle
  • ausgeco2hlt
  • Block Bayer
  • Camps for Future Ludwigsburg
  • Ende Gelände
  • Ende Gelände Leipzig
  • Extinction Rebellion Deutschland
  • Extinction Rebellion Halle (Saale)
  • Extinction Rebellion Jena
  • Gastivists Berlin
  • gerechte1komma5
  • esTUTsichWAS e.V. Lennestadt
  • Forum Ökologie und Papier
  • Fossil Free Freiburg
  • Fossil Free Neuss
  • Fridays for Future Bonn
  • Fridays for Future Bremen
  • Fridays for Future Calw/Nagold
  • Fridays for Future Dessau
  • Fridays for Future Erfurt
  • Fridays for Future Frankfurt (Main)
  • Fridays for Future Hannover
  • Fridays for Future Haan
  • Fridays for Future Herzogenaurach
  • Fridays for Future Jena
  • Fridays for Future Koblenz
  • Fridays for Future Landshut
  • Fridays for Future Leipzig
  • Fridays for Future Ludwigsburg
  • Fridays for Future Magdeburg
  • Fridays for Future Marburg
  • Fridays for Future Nürnberg
  • Fridays for Future Salzwedel
  • Fridays for Future Speyer
  • Fridays for Future Tübingen
  • Fridays for Future Wülfrath
  • Interventionistische Linke
  • JunepA – Junges Netzwerk für politische Aktionen
  • Klima Aktion Thüringen
  • Klimacamp im Rheinland
  • Klimagerechtigkeit Kassel – KligK
  • Klimakollektiv Lüneburg
  • Klimakollektiv Oldenburg
  • LeKlima aus Leipzig
  • NaturFreunde Berlin
  • Ortsgruppe SFF Darmstadt
  • Parents for Future Celle
  • Sand im Getriebe
  • Students for Future Leipzig
  • Students for Future München
  • Tierfabriken-Widerstand
  • TurboKlimaKampfGruppe aus Kiel

29. März 2020
von schnabeltier
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Wir machen weiter!

Die Corona-Krise trifft auch uns. Wir haben uns über die letzten Monate im Bündnis “Gemeinsam gegen die Tierindustrie” engagiert und viel Zeit in die Vorbereitung eines Aktionscamps gegen PHW gesteckt. Das Camp wird nun dieses Jahr nicht mehr stattfinden.
Auch andere Konferenzen und Aktionen, an denen wir uns beteiligen wollten, wurden abgesagt oder in die digitale Sphäre verlegt.

Wir sind trotzdem noch da.

Wir treffen uns nun online (z.B. über Mumble, Jitsi und Riot). Wir unterstützen die Aktionen anderer Gruppen und Bündnisse. Wir recherchieren weiter zu Klimakrise, Klimagerechtigkeit und Tierindustrie. Und wir versuchen neue Formate für Aktionen, Vernetzung und Bildungsarbeit zu finden.
Auch das Bündnis “Gemeinsam gegen die Tierindustrie” wird weiter aktiv bleiben.

Wir machen weiter. Wir hoffen ihr auch.

Seid solidarisch mit allen von der Krise Betroffenen, wascht euch die Hände und meldet euch gerne, wenn ihr mit uns in Kontakt treten wollt.

3. März 2020
von Möwe
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Klimaplan von unten: Veröffentlichung der 1. Auflage

Heute wurde die 1. Auflage des Klimaplans von unten, zu dem auch wir beigetragen haben, veröffentlicht!

 

Hier die Mitteilung der gerechte1komma5-Crew:

> Wir stehen vor einer der größten Entscheidungen der Menschheit – einer Entscheidung darüber wie wir der Klimakrise begegnen.
Das ist eine riesige Verantwortung und zugleich eine Chance. Unsere Chance, gemeinsam eine umfassende Veränderung zu einer gerechteren Gesellschaft anzustoßen.. <<

 

Liebe Freund*innen und Klimabewegte,

oben habt ihr ein Zitat aus dem Einleitungstext des Klimaplans von unten gelesen.

Endlich ist es so weit: Heute veröffentlichen wir die erste Auflage des Klimaplan von unten!

Hier könnt ihr alle bisher gesammelten großen und kleinen Maßnahmen finden, die dazu beitragen können die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen: https://klimaplanvonunten.de

Wir haben uns zunächst gegen eine Druckversion entschieden, denn, wie ihr beim Durchstöbern wahrscheinlich bemerken werdet, ist die 1. Auflage vor allem ein Baustellen-Plan.

Von einem Abschluss kann also noch lange keine Rede sein. Und das ist ja auch nicht die Idee. Deswegen seid ihr weiterhin alle eingeladen und herzlich dazu aufgefordert euch einzubringen, neue Maßnahmen zu schreiben, bestehende Maßnahmen zu diskutieren, zu kommentieren und die Idee des Klimaplan von unten weiter zu verbreiten!

Nach dieser ersten Schreibphase am Klimaplan von unten laden wir vom 3. – 5. April euch zu einem größeren Planungstreffen ein um die nächste Phase zu planen. SAVE THE DATE! Wir freuen uns darauf, viele neue Gesichter willkommen heißen zu dürfen! Zusammen wollen wir weitere Visionen und Pfade der Kampagne spinnen – Wie können wir den Klimaplan bekannter machen? Wie können wir ihn mit weiteren Inhalten füllen? Wie können wir mit der Umsetzung einzelner Maßnahmen beginnen?

Zuletzt wollen wir danke sagen! Danke an alle fleißigen und unterstützenden Menschen, die zu diesem Projekt beigetragen haben! Gemeinsam haben wir ein erstes Grundsteinchen für das Fundament gelegt auf dem eine klimagerechte Welt aufgebaut werden kann. Gemeinsam haben wir – in Zusammenarbeit mit zahlreichen Initiativen und Gruppen – dafür gesorgt, dass das Wort „System Change“ keine leere Hülle bleibt, sondern wir beginnen uns mit den dahinterstehenden Konzepten, Ideen und Visionen auseinanderzusetzen und es mit Leben zu füllen.

Wir stehen noch immer am Anfang eines langen Weges. Wenn wir ihn zusammen gehen, organisiert und solidarisch sind, können wir Großes bewegen.

Solidarische Grüße und auf hoffentlich bald,

eure G1K5-Crew

20. Februar 2020
von Krabbe
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Block Bayer! am 17. April im Rheinland

Logo der Kampagne BLOCK BAYER!
Wir möchten euch auf eine ungehorsame Aktion gegen den Agrarkozern BAYER (nun incl. MONSANTO) am 17. April im Rheinland aufmerksam machen. Den Aufruf findet ihr hier:

https://blockbayer.org/news/post/block-bayer

Die Bayer AG gehört mit über 16 Millarden Umsatz zu den weltweit größten Chemiekonzernen und gilt als weltweit zweitgrößter Agrarkonzern. 1916 fusionierte Bayer mit dem berüchtigten Konzern Monsanto.

Auch wenn Bayer den Verkauf der Division Animal Health an den US-Konzern Elanco bekanntgegeben hat, steht der Konzern indirekt über die Sparte Crop Science für moderne industrielle Tierproduktion: Bayer vermarktet Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Insektizide für konventionellen industrialisierten Pflanzenbau, welcher vornehmlich zur Futtermittelproduktion betrieben wird.

Bayer nahm übrigens unter dem Vorwand “Ernährungssicherheit” im Februar auch an der Münchener Sicherheitskonferenz teil.

BLOCK BAYER!

 

3. Februar 2020
von schnabeltier
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Gemeinsam gegen die Tierindustrie – Infoabend zu Aktionscamp und Massenaktion

11.2.2020, 19 Uhr
Berlin: Prinzenallee 58, zweiter autofreier Hinterhof rechts, Theatersaal

Vortrag ab ca. 19:15 Uhr, vorher Essen gegen Spende (vegan, solange der Vorrat reicht)

Die industrielle Tierhaltung beutet nicht nur zahlreiche Tiere aus, sondern trägt auch enorm zur Emission von Treibhausgasen und der Zerstörung des Planeten bei. Durch den Anbau von Tierfutter im globalen Süden werden Kleinbäuer*innen verdrängt und das Hungerproblem verschärft. In deutschen Schlachtereien herrschen brutale Zustände und Arbeiter*innen aus Südost-Europa leiden unter fatalen Arbeitsbedingungen.

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ möchte all dies nicht länger hinnehmen und ruft zu einer Aktion des massenhaften zivilen Ungehorsams auf.

Vom 13. – 20. Juni 2020 wird es in Niedersachsen ein Protestcamp geben, von dem aus die PHW-Gruppe blockiert werden soll. Die PHW-Gruppe ist einer der wichtigsten Akteure der deutschen Tierindustrie, zu ihr zählen z.B. die Marken „Wiesenhof“ und „Bruzzler“.

Im Vortrag werden Personen aus dem Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ die Kritik an PHW und der industriellen Tierhaltung formulieren. Zudem erhaltet ihr weitere Informationen zum Bündnis, zum Camp und zur geplanten Aktion.

Im Anschluss können Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden. So kann sich jede Person – ob mit oder ohne aktivistische Vorerfahrung – ein Bild von der Aktion machen und wir können im Juni 2020 alle gemeinsam „PHW ADE“ sagen.

Weitere Informationen findet ihr auf www.gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.de. Wir freuen uns auf euch!

1. Februar 2020
von Karpfen
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Tag X – Gemeinschaftlicher Widerstand

Selbstvreständlich unterstützen wir den Aufruf der Solidaritäts-Kampagne Gemeinschaftlicher Widerstand.

Nicht Butter und Quark – sondern Solidarität macht uns Stark!

Dezentraler Aktionstag gegen Repression
am Samstag vor dem Prozessauftakt zu den G20-Protesten am Rondenbarg

Im Juli 2017 haben wir uns international und spektrenübergreifend zu Zehntausenden nach Hamburg aufgemacht, um lautstark und entschlossen gegen das Gipfeltreffen der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt zu protestieren. Wie bei anderen Zusammenkünften bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regime und kriegsführender Militärblöcke haben wir es nicht hingenommen, dass sie ungestört ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen aushandeln können. Wir sind auf die Straße gegangen gegen die kapitalistischen Verhältnisse, die auf Unterdrückung und Ausbeutung beruhen und für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.

Wir sind dem Treffen der G20 entschlossen entgegengetreten. Wir haben uns dabei weder von Verbotszonen noch von massiver Polizeigewalt abschrecken lassen. Wir haben und werden weiterhin gemeinsam unsere Kämpfe für eine klassenlose, antikapitalistische Gesellschaft ohne Patriarchat, Rassismus, Faschismus und Klimakrise auf die Straße tragen.

Wie sich bereits im Vorfeld ankündigte, setzt(e) der Staat wieder einmal auf Repression: dutzende Hausdurchsuchungen, Entziehung der Akkreditierung von Journalist*innen, Campverbote, Zerschlagung der Welcome-to-Hell-Demo, Verbot von Indymedia Linksunten, sechs Öffentlichkeitsfahndungen mit über 400 Personenbildern, Kriminalisierung von Protesten, die zu etlichen Strafverfahren und Verurteilungen geführt hat. Seit Dezember 2018 läuft gegen fünf Aktivist*innen das Elbchaussee-Verfahren. Loïc, einer der Betroffenen, ist im Dezember 2019 nach 17 Monaten unter Meldeauflagen aus der U-Haft entlassen wurden. Der Prozess gegen alle Angeklagten geht weiter.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nun auch gegen 50 Aktivist*innen rund um die Proteste am Rondenbarg Anklage erhoben – mindestens vier politische Massenprozesse stehen bevor. Am Morgen des ersten Gipfeltages brachen hunderte Menschen auf, um die Zufahrtswege zum Austragungsort zu blockieren. Im Gewerbegebiet Rondenbarg attackierten Polizeieinheiten ohne Vorwarnung einen Demonstrationszug. Bei diesem Angriff wurden 14 Demonstrierende schwer verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Bei einigen kam es zu bleibenden Verletzungen, deren Behandlung noch andauert. 59 weitere Aktivist*innen wurden festgenommen. Fabio saß fast fünf Monate in Untersuchungshaft. Gegen 19 soll das Verfahren aufgrund des damaligen Alters unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Ihnen wird gemeinschaftlicher schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamt*innen, Sachbeschädigung und Bildung bewaffneter Gruppen vorgeworfen. Wie auch beim Elbchaussee-Prozess geht es um keine individuellen Handlungen der Aktivist*innen. Gegenstand der Anklageschrift ist die Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Handlung. Hierbei wird sich auf einen gemeinsamen Tatplan in Verbindung mit den Blockaden verschiedener „Finger“ am Freitagmorgen berufen. Eine Verurteilung würde einen massiven Angriff auf das Versammlungsrecht bedeuten.

Unmittelbar vor dem G20-Gipfel wurden Strafgesetze verschärft, wozu unter anderen die Paragraphen 113 „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ und 114 „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ gehörten. Eineinhalb Jahre später folgte die Forderung eines Verbots der Roten Hilfe. Angriffe auf selbstverwaltete Zentren, die Ausweitung polizeilicher Befugnisse und die Repression anlässlich des G7 in Biarritz vergangenen Sommer reihen sich hierin ein. Die Gemeinnützigkeit globalisierungskritischer und antifaschistischer Gruppen, wie Attac und der VVN-BdA, wird aberkannt. Von massiver Repression ist auch die kurdische Bewegung betroffen. Zahlreiche kurdische Genoss*innen werden aufgrund des Paragraphen 129b „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland“ kriminalisiert und inhaftiert. Auch Verbote von Fahnen und Symbolen, wie der YPG und YPJ, führen bundesweit immer wieder zu Strafverfahren.

Diese Entwicklungen nehmen wir nicht einfach hin. Bleiben wir gemeinschaftlich widerständig und stellen wir uns der massiven Repression geschlossen entgegen.

Lasst uns durch dezentrale Aktionen am Samstag vor dem Rondenbarg-Prozessauftakt zeigen, dass wir uns weder vereinzelt angreifen, noch spalten, noch kriminalisieren lassen. Diesem System mitsamt seiner Repression antworten wir mit praktischem Widerstand.

Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen!
– Freiheit für die Gefangenen! Stopp aller Verfahren!
– Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
– United We Stand!