Animal Climate Action

19. Februar 2019
von Möwe
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Save the Date – Aktionskonferenz gegen Tierproduktion vom 12.-14.07.2019

Umfangreiche Infos zur Aktionskonferenz hier: https://aktionskonferenz-tierproduktion.de

Anknüpfend an die Climate & Justice Games (www.climate-and-justice.games) zur EuroTier in Hannover möchten wir gemeinsam mit anderen Akteur*innen intersektionelle antikapitalistische Kämpfe gegen die Tierindustrie fortsetzen.

Wir wollen uns deshalb in diesem Jahr mit anderen Akteure*innen beratschlagen, um für das nächste Jahr – 2020 – eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion zu planen. Ob Massenaktion oder Aktionstage; ob Sitzblockaden von Futtermittelhäfen, kreativer Protest gegen die EuroTier, Besetzungen von Lobbyzentralen oder Störungen von Schlachtanlagen oder Molkereien – das wollen wir uns gemeinsam mit euch im Rahmen einer Aktionskonferenz überlegen!

Unsere Einladung gilt Initiativen und Einzelpersonen, die ein Interesse daran haben, sich den Machenschaften der Tierproduktion in den Weg zu stellen. Wir möchten Bürgerinitiativen, Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, Gewerkschaften und landwirtschaftspolitische Zusammenschlüsse einladen, mit uns gemeinsam die Tierproduktion empfindlich zu stören.

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

Wenn ihr euch an der Organisation beteiligen wollt, meldet euch gerne schon jetzt.
Ein ausführlicher Aufruf folgt.

Zeit und Ort:

  • 12. – 14.07.2019 (Freitag – Sonntag)
  • Der Ort wird noch bekanntgegeben.

14. Juni 2019
von Möwe
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Aktionswoche an Uni Köln – mit Vortrag zu Tierproduktion und Klimagerechtigkeit

Nächste Woche findet an der Uni Köln eine Aktionswoche “Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit” statt, organisiert vom AStA und der Hochschulgruppe für Nachhaltigkeit. Die Aktionswoche reiht sich damit ein in die vielfältigen Klimagerechtigkeits-Aktivitäten im Rheinland, wie Ende Gelände und die Großdemo von Fridays for Future!

 

 

AniCA ist auch bei der Aktionswoche dabei, mit einem Input und anschließender Diskussion unter dem Titel:

“Tierproduktion und Klimagerechtigkeit: Veganismus oder Tierindustrie abschaffen!”

Wann: Dienstag, 18. Juni, 18 – 20 Uhr

Wo: Raum S12 im Seminargebäude auf dem Zentralcampus, Universitätsstr. 37, 50931 Köln

 

Weitere Infos zur Aktionswoche:

“In der Woche vom 17.- 22. Juni 2019 tut sich im Rheinland viel in Sachen Klimagerechtigkeit. Fridays for Future rufen zum internationalen Klimastreik in Aachen auf, das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“, Ende Gelände und andere Akteur*innen demonstrieren gegen die Braunkohle und für den Erhalt der Dörfer rund um den Tagebau.

Auch wir wollen in dieser Woche ein Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an der Uni Köln. Wir wollen euch ermutigen, auch auf die Straße zu gehen und euch für eure Zukunft einzusetzen. Ebenfalls wollen wir gemeinsam überlegen, was jede*r in ihrem*seinem eigenen Alltag sowie an der Uni verändern kann, um nachhaltiger und ressourcenschonender zu leben. Dafür bieten wir Workshops an, in denen ihr euch mit den verschiedenen Aspekten der Thematik auseinander setzen könnt.

Es ist höchste Zeit, dass das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm zusteht. Also macht mit bei der Aktionswoche für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.”

10. Mai 2019
von Karpfen
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Ende Gelände 2019

Auch wir von AniCA unterstützen den Aufruf von Ende Gelände.

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!

Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. Bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Im Rheinland will der Kohle-Konzern RWE Fakten schaffen: Bagger fressen sich unaufhörlich in die Landschaft, verschlingen Wälder, fruchtbares Ackerland und ganze Dörfer. Als größte CO2-Quelle Europas zerstört die Braunkohle-Industrie im Rheinland die Zukunft von Menschen weltweit. Dem stellen wir uns entgegen! Letztes Jahr haben wir mit anderen tausenden Menschen in einem breiten Bündnis für den Hambi gekämpft. Dieses Jahr stehen wir Seite an Seite mit allen Menschen, deren Zuhause durch Kohle und Klimakrise zerstört wird. Solidarisch mit den Menschen aus Keyenberg, Kuckum und den anderen Dörfern am Tagebau Garzweiler wollen wir die Zerstörung vor Ort stoppen. Daher werden wir Kohleinfrastruktur blockieren. Das ist unsere Sofortmaßnahme für globale Klimagerechtigkeit. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit!
Ungehorsam für eine gerechtere Zukunft

Wir brauchen nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Sonst ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch soziale Gerechtigkeit weltweit möglich. Das katastrophale Ergebnis der Kohlekommission zeigt, dass wir uns nicht auf die Politik verlassen können. Jetzt liegt es an uns!

Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.

Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit.
Also: auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!
Damit #AlleDörferBleiben – weltweit.

8. Mai 2019
von Möwe
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Aktionsgruppe Acker bleibt: Klima-Aktivist*innen besetzen Acker

Ungehorsamer Protest gegen Logistikgebiet +++ Investor Dietz AG in der Kritik +++ Flächenversiegelung deutschlandweit ein Problem

Auf dem Gelände des geplanten Logistikgebietes in Neu-Eichenberg haben Aktivist*innen am 04.05. ein Camp aufgeschlagen. Mit der Besetzung wollen sie erreichen, dass das Riesenprojekt gestoppt wird und der Acker bleibt.

Gegen das Logistikgebiet sprechen viele Argumente: Wertvoller Ackerboden wird versiegelt und geht so dauerhaft für die Landwirtschaft verloren, das Landschaftsbild wird zerstört, die Lebensqualität vor Ort verringert sich durch Lärm und verstopfte Straßen. Auf einer landwirtschaftlichen Ackerfläche könnte Kohlenstoff aus der Atmosphäre gebunden werden. Wohingegen mit dem Logistikgebiet eine erhebliche Zunahme des LKW-Verkehrs verbunden ist und somit auch der CO2-Ausstoß ansteigt. Dabei ist es höchste Zeit, die Klimakrise endlich als reale Bedrohung ernst zu nehmen. Enschlossenes Handeln und grundlegende Veränderungen sind nötig, um den Klimawandel noch abzubremsen. Dies forderten auch die Demonstrant*innen der „Fridays for Future“-Proteste am Freitag vor einer Woche in Neu-Eichenberg.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, finden diese Argumente im politischen Planungsprozess jedoch wenig Beachtung. Der Bensheimer Investor DIETZ AG könnte bald das Recht zugesprochen bekommen, die riesige Ackerfläche zu versiegeln. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Acker innerhalb der „Ökolandbau Modellregion Nordhessen“ liegt und mit etwa 80 Bodenpunkten (von 100) zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands zählt.

Dazu erklärt Tanja Grommel von der Aktionsgruppe Acker bleibt: „Unsere Besetzung macht deutlich: Wir geben keinem Konzern das Recht unsere Lebensgrundlagen zu zerstören – auch die Dietz AG sollte das endlich einsehen. Das verantwortungslose Versiegeln von Ackerland muss aufhören.“

Jeden Tag werden allein in Deutschland mehr als 60 ha Fläche versiegelt, was etwa der Größe eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes entspricht.

Die Aktivist*innen fordern „Systemwandel statt Klimawandel“ und richten sich darauf ein, dass die Überzeugungsarbeit eine Weile dauern wird. Daher brachten sie alles Nötige zum Schlafen, Kochen, Leben mit und errichteten bereits die erste Kompost-Toilette. Bei den Anwohner*innen stellten sie sich als neue Nachbar*innen mit einem kurzen Schreiben vor, das sie noch am Morgen an jeden der knapp 1000 Haushalte in Neu-Eichenberg verteilten. Sie laden auch dazu ein, das Camp zu besuchen.

„Wir schützen den Acker vor der zerstörerischen Privatisierung und geben ihn den Menschen zurück. Alle sind eingeladen, hier nun einen Ort der lebendigen Alternativen zu schaffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn es braucht nichtkommerzielle Freiräume, an denen die Prozesse des notwendigen Systemwandels stattfinden können.“, sagt Luca Rosenberg von der Aktionsgruppe „Acker bleibt!“.

Mail: ackerbleibt@riseup.net
Aktuelles: https://twitter.com/unserAcker

22. April 2019
von Karpfen
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Einladung zu einer Aktionskonferenz gegen Tierproduktion


Aktionskonferenz gegen Tierproduktion – Bündnis schaffen für eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion in 2020

*12.-14.07.2019 (Freitag – Sonntag) in Hannover* https://aktionskonferenz-tierproduktion.de

Wir, Animal Climate Action, wollen uns in diesem Jahr mit anderen Akteur*innen beratschlagen, um eine große Mobilisierung für politische Aktionen gegen Tierproduktion zu planen. Da wir zu einer andauernden Eskalation beitragen wollen, zielt die Aktionskonferenz auf eine Aktion im nächsten Jahr, 2020. Mit der notwendigen Vorlaufzeit wollen wir ein fundiertes Bündnis aufstellen und sowohl nötige inhaltliche Diskussionen führen als auch eine breite Mobilisierung ermöglichen.

Auf der Homepage zur Aktionskonferenz findet ihr unsere Einladung sowie unsere politische Analyse der aktuellen Situation als unsere Ausgangslage zur
Aktionskonferenz.

Eine Zusammenfassung der Einladung:

# Intersektionell
Wir möchten Bürgerinitiativen, Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, Gewerkschaften und landwirtschaftspolitische Zusammenschlüsse zur Aktionskonferenz einladen. Wir zielen auf eine Aktion gegen Tierproduktion aus verschiedenen Gründen, auf die wir uns gemeinsam einigen.

# Aktionsform
Wir haben uns vorgenommen, weiter an der Eskalationsschraube zu drehen. Wir wollen dahingehen, wo es der Tierindustrie am meisten wehtut. Ob Massenaktion oder Aktionstage; ob Sitzblockaden von Futtermittelhäfen, kreativer Protest gegen die EuroTier, Besetzungen von Lobbyzentralen oder Störungen von Schlachtanlagen oder Molkereien – das wollen wir uns gemeinsam mit euch überlegen!

# Input für die Aktionskonferenz
Wir laden euch ein, vorab bis 31.05.2019 konkrete Aktionsideen einzureichen. Wir werden diese vor der Aktionskonferenz an alle Interessierten verteilen, sodass sich bereits alle mit den Ideen auseinandersetzen können. Weitere Infos dazu findet ihr in der Einladung.

# Organisatorisches
Sendet uns für die Organisation bitte vorab eine E-Mail, wenn ihr teilnehmt. Welche Daten wir uns erwünschen, könnt ihr der Einladung entnehmen.

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

18. April 2019
von Möwe
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Bericht von der Aktionsrallye in Berlin: „Raus aus der Tierindustrie – Agrarwende für Klimagerechtigkeit jetzt!“

Aktionsrallye durch Berlin-Mitte: mehrere Aktivist*innen blockierten den Eingang des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zeitgleich störten etwa 50 Personen den regulären Betrieb in einem REWE-Supermarkt in der Friedrichstraße.

Am gestrigen internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands fand im Rahmen der internationalen Extinction-Rebellion-Woche eine Aktionsrallye durch Berlin-Mitte statt, zu der Extinction Rebellion (XR) Berlin und wir aufgerufen hatten. Unter dem Motto „Raus aus der Tierindustrie – Agrarwende für Klimagerechtigkeit jetzt“ protestierten 100 Aktivist*innen für globale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Tierrechte.

Über mehrere Stationen hinweg zogen Aktivist*innen am Nachmittag mit Kundgebungen und zivilem Ungehorsam vom Bauernverbandshaus am Oranienburger Tor bis zum BMEL in der Wilhelmstraße. Mit unserem kreativen Protest wollen wir auf die existentielle Klimakrise aufmerksam machen, in der wir uns befinden. Wir müssen die klimaschädliche Landwirtschaft grundlegend umbauen, und das heißt: drastische Reduktion von Tierhaltung und Tierproduktkonsum.

Die Aktionsrallye startete mit einer Auftaktkundgebung am Haus der Land- und Ernährungswirtschaft, wo mit Redebeiträgen vom Bündnis „Wir Haben Es Satt“, von „La Via Campesina“ sowie von XR Berlin und uns Unzulänglichkeiten der aktuellen Agrarpolitik benannt wurden. Parallel dazu fand ein „Die-in“ vor dem Eingang des Hauses statt: mehrere Aktivist*innen legten sich wie tot zu Boden und blockierten die Zufahrtsstraße.

 

Demo vor dem Sitz des Deutschen Bauernverbands

Demo vor dem Sitz des Deutschen Bauernverbands

Die-In vor dem Bauernverbandshaus

Die nächste Station bildete das bereits seit Jahren leerstehende Informationszentrum „Acker und Teller“ des BMEL an der Friedrichstraße, dessen Schaufenster mit wissenschaftlichen Fakten zur Klimakrise und der industriellen Landwirtschaft ausgeschmückt wurde. Der Protest führte anschließend in einem Demonstrationszug mit großer Polizeibegleitung zum Verbändehaus am Weidendamm, in dem der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie sowie der Verband der Ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland untergebracht sind. Nach einem Redebeitrag vom FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk (FIAN) machten die Aktivist*innen lautstark auf die fatalen Folgen des Imports von Anbauprodukten und Futtermitteln aus dem globalen Süden aufmerksam.

Um auch die zentrale Rolle des Lebensmittelhandels zu benennen, störten etwa 50 Aktivist*innen im Anschluss mit einem Die-in den normalen Betrieb im REWE-Supermarkt an der S- und U-Bahnstation Friedrichstraße. Auf den mitgebrachten Schildern stand unter anderem „Fleisch frisst die Welt“ und „Climate Justice Now!“.

Störaktion im Rewe-SupermarktStöraktion im Rewe-Supermarkt Störaktion im Rewe-SupermarktStöraktion im Rewe-Supermarkt

Parallel dazu demonstrierte eine Gruppe von Aktivist*innen im Büro der GEFA (German Export Association for Food and Agriproducts). Die GEFA ist ohne Zweifel Teil eines neokolonialen Projektes und des extrem aggressiven und auf Export getrimmten deutschen Wirtschaftsmodells. Mit der Störaktion zielten die Aktivist*innen auf den Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Neokolonialismus, Klimawandel, Landgrabbing und Tierausbeutung.

In der Nähe des Bauernverbands und des BMEL richteten Aktivist*innen zudem Insektenweiden auf Brachflächen ein. Den Abschluss der Aktionsrallye bildete eine Kundgebung vor dem BMEL, an deren Rande eine Kleingruppe den Eingang des Ministeriums besetzte.

Blockade des BMEL-EingangsBlockade des BMEL

Der Internationale Tag des kleinbäuerlichen Widerstands am 17.04. gedenkt der Ermordung von kleinbäuerlichen Aktivist*innen durch die brasilianische Staatsgewalt. Ausgerufen wurde der Tag von La Via Campesina, einer weltweiten, kämpferischen Organisierung von Kleinbäuer*innen, Landlosen und Indigenen.

 

Mehr zu Extinction Rebellion:
Die aus Großbritannien stammende Bewegung Extinction Rebellion hat für April zur „Internationale Rebellion“ aufgerufen, an der sich Dutzende Gruppen weltweit beteiligen werden. In Deutschland haben sich seit November 2018 bereits über 20 Ortsgruppen gebildet, in denen sich Menschen aller Altersgruppen engagieren. Die Bewegung stellt drei Kernforderungen: Erstens muss die Regierung die volle Wahrheit über die ökologische Krise offenlegen und gemeinsam mit den Medien die absolute Dringlichkeit des Wandels an die gesamte Bevölkerung kommunizieren. Zweitens muss die Regierung die notwendigen Maßnahmen verbindlich ergreifen, um die Netto-Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis 2025 auf Null zu reduzieren und das allgemeine Niveau des Ressourcenverbrauchs zu senken. Drittens soll eine Bürger_innenversammlung einberufen werden, die diese Maßnahmen begleitet und gewährleistet, dass der Wandel gerecht und demokratisch abläuft. Die „International Rebellion Week“ findet seit dem 15. April in über 30 Ländern statt. Mehr: https://rebellion.earth/

12. April 2019
von Karpfen
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Freiheit für Max Zirngast!

Auch wir haben folgende Solidaritätserklärung vom Bündnis Marxismus und Tierbefreiung unterzeichnet.

Solidaritätserklärung für den Sozialisten und Tierbefreiungsaktivisten Max Zirngast

In der Türkei soll ab dem 11. April 2019 dem linken Journalisten und Aktivisten Max Zirngast, der in Ankara lebt und arbeitet, der Prozess gemacht werden. Ihm wird vorgeworfen, „Mitglied einer terroristischen Organisation“ zu sein. Die Vorwürfe, das zeigt nicht zuletzt die Anklageschrift, sind lächerlich und ganz offensichtlich aus politischen Motiven konstruiert. Der türkische Repressionsapparat hat Max deswegen bereits im vergangenen Jahr rund drei Monate in Untersuchungshaft gehalten und ihm noch nicht einmal genaue Gründe dafür mitgeteilt. Bei einer Verurteilung drohen ihm nun bis zu zehn Jahren Haft. Ein fairer Prozess ist kaum zu erwarten.

Wie bereits bei anderen demokratischen, sozialistischen und kommunistischen JournalistInnen und etlichen weiteren, die vom AKP-Regime für ihre kritische Meinung hinterGitter gesperrt wurden, soll an einem weiteren unliebsamen Aktivisten und Berichterstatter ein Exempel statuiert werden. Deshalb, und auch weil Max Zirngast aktiv in der türkischen Tierbefreiungsbewegung ist, erklären wir hiermit unsere Solidarität mit Max – Schluss mit dem Prozess und Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Dass Max Internationalist ist, legen nicht nur seine Überzeugungen und sein Lebensweg nahe, der ihn als österreichischen Staatsbürger in den Kampf gegen die Rechtsentwicklung in der Türkei führte. Er reiste im März 2018 auch eigens aus der Türkei nach Hamburg, um an einer Akademie der deutschsprachigen Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung teilzunehmen. Er wollte zuhören, lernen und seine Erfahrungen aus der Türkei zur Diskussion stellen. Nicht ohne Dissens, aber immer solidarisch und an der Sache debattierte er mit den TeilnehmerInnen über die Gründe und Strategien, ArbeiterInnen, Tiere und die Natur vom Joch des Kapitalismus zu befreien.

Bereits während der Untersuchungshaft hat der Sozialist und vegane Tierbefreiungsaktivist Max Zirngast das Gefängnisessen weitgehend verschmäht und musste sich von den geringen Summen Geld, die er geschickt bekommen durfte, selbständig mit pflanzlichen Lebensmittel versorgen. Das Recht auf vegane Verpflegung im Knast, das andere Gefangene in der Türkei mühsam erkämpft haben, wurde ihm verwehrt.

Unabhängig davon ist Max‘ Situation, wie er auch selbst immer wieder betont, kein Einzelfall – weder in der Türkei noch in den Staaten ihrer NATO-Komplizen Deutschland oder USA. Wer in Zeiten sich zuspitzender internationaler Konkurrenz um ökonomische Profite, um politische Einflusssphären und ideologische Deutungshoheit im Klassenkampf aktiv für sozialistische Positionen eintritt, ist eine potentielle Gefahr für die Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse der Eliten und ihrer Staatsapparate. Und als solche werden Max und zahlreiche andere – JournalistInnen, TierbefreierInnen, ÖkoaktivistInnen, KriegsgegnerInnen, Gewerkschaftsaktive, FeministInnen usw. – auch von ihren Repressionsorganen behandelt. Einmal im Visier der Behörden, ist es nur ein Katzensprung bis zur Kriminalisierung und Verfolgung als mutmaßlicher „Terrorist“. Die bürgerlichen Rechtsnormen sind dann nur noch bedingt gültig, die vermeintlichen Rechtsstaaten setzen das Recht aus. Sie zeigen ihre Fratze, die sich hinter der bürgerlichen Fassade verbirgt: Wenn sie von „Sicherheit“ reden, dann meinen sie die von Kapital und Bourgeoisie, nie aber unsere – geschweige denn die der Tiere oder der Natur.

So auch im Fall Zirngast. Wir fordern ein sofortiges und bedingungsloses Ende dieses politischen Prozesses und öffentliche Rehabilitierung von Max Zirngast. Wir unterstützen die Proteste und die Kampagne, die auf seine Situation aufmerksam machen. Alle demokratischen und revolutionären Kräfte stehen in der Pflicht, weiterhin politischen Druck zu entfalten, um Max zu unterstützen und für seine Freiheit wie auch die aller anderen inhaftierten oder angeklagten AktivistInnen und JournalistInnen zu kämpfen.

Until every cage is empty!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Hoch die internationale Solidarität!

#FreeMaxZirngast
https://freemaxzirngast.org/

April 2019
ErstunterzeichnerInnen:
Albino, Animal Climate Action (AniCA), Assoziation Dämmerung, Britta Rehr, Bündnis Marxismus und Tierbefreiung (MuTb), Dr. Johannes Volker Schmidt, Kampagne gegen Tierfabriken – Niedersachsen -, Melanie Bujok, Mirjam Irle, Tierbefreiung Hamburg, Tierrechtsgruppe Zürich, Tierrechtsinitiative Hamburg, T-Zelle

Weitere UnterzeichnerInnen:
Liberation Nürnberg, die tierbefreier e.V.
Spendenkonto:
Konto: Asyl in Not Wien
Betreff: Max Zirngast
IBAN: AT69 3200 0000 1173 1379
BIC: RLNWATWW

Kontakt zum Bündnis Marxismus und Tierbefreiung:
https://www.facebook.com/marxismusundtierbefreiung/
mutb@riseup.net

4. April 2019
von Karpfen
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Aktionsrallye „Raus aus der Tierindustrie! Agrarwende für Klimagerechtigkeit jetzt“

Gemeinsam mit unseren Freund*innen von Extinction Rebellion Berlin möchten wir euch zu folgenden Aktionstag einladen:

Aktionsrallye in Berlin-Mitte am internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, 17.4. ab 13 Uhr. Startpunkt: Deutscher Bauernverband, Claire-Waldorff-Str. 7

**Infoveranstaltung am Vortag, 16.4., 19 Uhr, im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a.**

Die Klimakrise ist hier. Eine wichtige, aber oft unterschätzte Ursache: die Landwirtschaft. In Anbetracht dieser existentiellen Krise, in der wir uns befinden, müssen wir die Landwirtschaft grundlegend umbauen. Mit einer drastischen Reduktion von Tierhaltung und Tierproduktkonsum, Wiedervernässung von Mooren und Umstellung auf agrarökologische Methoden können wir die Emissionen massiv senken. Gleichzeitig können wir damit Kohlenstoff in Böden und Wäldern binden und der Atmosphäre entziehen. Das ist umso nötiger, als die Landwirtschaft und damit unser aller Ernährung selbst von der Erderwärmung und deren Folgen wie Dürren und Extremwetter bedroht sind.

Das aktuelle Agrarsystem heizt nicht nur den gefährlichen Klimawandel weiter an, sondern zwingt allein in Deutschland über 700 Millionen Tiere jährlich in ein leidvolles Leben. Es zerstört und schädigt zahlreiche Ökosysteme und sorgt mit der kapitalistischen Devise „Wachsen oder Weichen“ dafür, dass immer mehr bäuerliche Betriebe aufgeben und lebendige Dörfer und Landschaften zu toten Agrarwüsten werden. Profiteure sind vor allem große Konzerne, die an dem Handel mit Lebensmitteln verdienen und dabei globale Ausbeutung, Landraub und Naturzerstörung verantworten.

Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung unseres Verhältnisses zu Tieren und zur Natur insgesamt sowie eine andere Organisation der Landwirtschaft, die Chancen in den Dörfern schafft, global gerecht ist und alle Menschen mit guten Lebensmitteln versorgt.

Am 17. April – dem internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands – werden wir eine Aktionsrallye in Berlin-Mitte veranstalten und mehrere Institutionen besuchen, die von dem aktuellen Agrarsystem profitieren und es mit aufrechterhalten. Wir treffen uns um 13 Uhr vor der Tür des deutschen Bauernverbands. Wir werden gegen die aktuelle Agrarpolitik protestieren und zugleich Alternativen aufzeigen. Mit Aktionen zivilen Ungehorsams werden wir deutlich machen, wie ernst es uns ist. Wir wollen anders anbauen, anders essen und anders leben – für alle Lebewesen auf diesem Planeten!

Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand von Kleinbäuer*innen auf der ganzen Welt. Und wir fordern: Climate Justice Now!

Extinction Rebellion Berlin & Animal Climate Action

31. März 2019
von schnabeltier
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Gruppentreffen im April

AniCA trifft sich das nächste Mal von Samstag, 6. April 2019, 19:00 Uhr bis Sonntag, 7. April, ca. 18:00 Uhr in Berlin.

Alle Menschen, die Interesse haben, bei Animal Climate Action mitzuarbeiten, sind herzlich eingeladen!
Diesmal wird es unter anderem um die für Juli geplante Aktionskonferenz gehen. Außerdem wollen wir dieses Jahr wieder viele Workshops und Vorträge zu Tierproduktion und Klimwandel geben und freuen uns über Leute, die uns dabei unterstüzen wollen.

Bitte schreibt an kontakt@animal-climate-action.org, wenn ihr kommen wollt.

19. März 2019
von Karpfen
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16. bis 22. September 2019: Klimacamp und Klima-Massenaktion gegen industrielle Landwirtschaft: Free The Soil, September 2019

Es scheint, als würde das Thema Landwirtschaft in der Klimabewegung endlich aus der Nische herauskommen. Free The Soil – eine vom dänischen Klima Kollektiv angestoßene Kampagne – hat verschiedene Akteure zusammengebracht, um eine ungehorsame Massenaktion für Klimagerechtigkeit und gegen industrielle Landwirtschaft auf den Weg zu bringen. Dadurch verbreitert sich der thematische Fokus der Klimabewegung – eine Entwicklung, die AniCA seit Beginn des Bestehens der Gruppe immer wieder gefordert hat.

Konkret soll im September 2019 eine wirklich große Industrieanlage zur Fertigung von chemischem Dünger des internationalen Konzerns Yara lahmgelegt werden! Durch die Abhängigkeit der Chemiedüngerproduktion von Erdgas (und potentiell Fracking-Gas) ist ein gut nachvollziehbarer taktischer Link zwischen Energiekämpfen und Agrarkämpfen geschaffen worden.

Da Chemiedünger auch wichtiges industrielles Input für Futtermittelproduktion darstellt, ergibt sich ein weiterer Link zu unserem Kampf gegen die Tierproduktion. Auch aus diesem Grund unterstützt AniCA die Kampagne Free The Soil.

Im Zusammenhang mit Free The Soil wird es darüber hinaus auch ein Klima- und Landwirtschaftscamp geben – eine gute Gelegenheit für uns, auf den Zusammenhang von Klima und Tierproduktion hinzuweisen und dem Thema Tierproduktion die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die es im Kontext von Klimagerechtigkeit und Landwirtschaft verdient.

Bei aller Solidarität mit Free The Soil haben wir allerdings auch eine Kritik: Aus unserer Sicht macht die Kampagne ein Narrativ über Klima und Landwirtschaft prominent, welches auf einer mangelhaften Analyse beruht: Problematisch an der modernen globalen Landwirtschaft sind aus unserer Sicht weniger der Einsatz von Technik und industriellen Methoden an sich als die kapitalistische Form der landwirtschaftlichen Warenproduktion. Wir wünschen uns eine radikale Kritik an einer globalen landwirtschaftlichen Produktion, in welcher die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur einen nicht übersehbaren Systemzwang darstellen. Anstelle romantischer Bilder einer vorindustriellen Produktion wünschen wir uns die gemeinsame Entwicklung einer konkreten Utopie, welche ohne Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Natur auskommt. Wir wenden uns schließlich auch dagegen, dass die in Expert*innenenkreisen unumstrittene Rolle der Tierproduktion für die Klimaschädlichkeit der Landwirtschaft aus taktischen oder opportunistischen Motiven unter den Tisch gekehrt wird. Kritik heißt für uns weder Spaltung noch Entsolidarisierung. Deshalb werden wir Free The Soil in jeder Hinsicht unterstützen und rufen alle unsere Freund*innen dazu auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen und insbesondere auch zum Camp zu kommen. Wir sehen uns im September!